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markets11. September 20263 Min. Lesezeit

US-Inflation entscheidet heute über Fed-Zinsen: 14:30 Uhr

In den letzten 3 Monaten ist die Inflation von 2,9% auf 3,4% gestiegen — der schnellste Anstieg seit 2021. Heute wissen wir, ob der Trend weitergeht.

Daniel Berg
Daniel Berg·Chefredakteur

Die letzte Zahl vor der Fed-Entscheidung

Heute um 14:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht das US-Arbeitsministerium die Inflationszahlen für August. Es ist die letzte große Wirtschaftszahl vor der Fed-Zinsentscheidung am 16. September — und sie wird darüber entscheiden, ob die Zinsen steigen oder nicht.

Die Erwartung: 3,4% Jahresinflation, genau wie im Juli. Aber die letzten drei Monate haben gezeigt: die Inflation steigt wieder. Von 2,9% im Juni auf 3,0% im Juli, jetzt August. Wenn die Zahl heute höher als 3,4% kommt, wird die Fed gezwungen sein zu handeln.

Warum das für dich wichtig ist

Wenn die Fed die Zinsen erhöht, passiert Folgendes:

  • Dein Tagesgeld wird besser verzinst — gut für Sparer.
  • Aktien fallen — weil höhere Zinsen bedeuten, dass Anleihen attraktiver werden und Firmen höhere Kreditkosten haben.
  • Tech-Aktien leiden am meisten — weil ihre Bewertungen auf niedrigen Zinsen basieren. NVIDIA, Apple, Microsoft könnten 5-8% verlieren.
  • Deine monatliche ETF-Sparrate kauft mehr Anteile — Korrekturen sind Chancen für langfristige Anleger.

Ich erinnere mich an 2022, als die Fed die Zinsen von 0% auf 4,5% erhöht hat. Mein Depot war damals 18% im Minus — auf dem Papier. Ich hab nicht verkauft. Heute steht es 40% höher als damals. Papierverluste sind nur dann echt, wenn du verkaufst.

Was Profis heute beobachten

Große Investoren schauen nicht nur auf die Gesamtzahl, sondern auf die Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel). Die wird für August bei 2,5% erwartet, nach 2,5% im Juli. Wenn sie auf 2,6% oder höher springt, ist das ein Signal: die Inflation ist nicht nur Öl-getrieben, sondern breiter.

Außerdem: Die Fed hat bei der letzten Sitzung im Juli mit 9 zu 3 Stimmen die Zinsen nicht erhöht. Drei Mitglieder wollten schon damals erhöhen. Wenn die Inflation heute höher kommt, könnten die 3 Dissidenten zur Mehrheit werden.

ECB-Chefin Christine Lagarde hat gestern gesagt: "Wir beobachten die US-Daten genau." Europa folgt oft der Fed — mit 2-3 Monaten Verzögerung.

Was das für Anfänger bedeutet

Wenn du gerade erst anfängst zu investieren, ist heute ein guter Tag, um zu lernen: Märkte reagieren auf Erwartungen, nicht auf Realität. Die Zahl um 14:30 Uhr ist nur eine Zahl — aber sie verändert, was Millionen Anleger über die Zukunft denken.

Mein Rat, den ich meiner Tochter Lena letzte Woche gegeben habe: "Egal was heute passiert — dein monatlicher ETF-Sparplan läuft weiter. Wenn die Börse fällt, kaufst du billiger ein. Wenn sie steigt, freust du dich über dein bestehendes Depot. Du kannst nur gewinnen, wenn du dranbleibst."

Das gilt heute genauso wie 2000, als ich die T-Aktie von 100 auf 8 Euro fallen sah. Damals hab ich in Panik verkauft — das war mein Fehler. Heute weiß ich: Geduld schlägt Timing.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.

Quellen

BeInOptions Research

Häufig gestellte Fragen

Wann kommen die US-Inflationsdaten heute?

Heute um 14:30 Uhr deutscher Zeit (08:30 Uhr US-Ostküste) veröffentlicht das Bureau of Labor Statistics die CPI-Zahlen für August. Erwartet wird 3,4% Jahresinflation, identisch zum Juli.

Was passiert mit meinem Depot, wenn die Inflation höher kommt?

Wenn die Inflation höher als 3,4% ausfällt, erwartet der Markt eine Zinserhöhung der Fed am 16. September. Das bedeutet: Aktien könnten kurzfristig 2-5% fallen, besonders Tech-Aktien. Langfristig ändert sich nichts — es ist nur Volatilität.

Sollte ich vor 14:30 Uhr verkaufen?

Nein. Timing ist unmöglich. Wenn du langfristig investiert bist (ETF-Sparplan, breite Streuung), ignoriere die heutige Zahl. Panik-Verkäufe machen aus Papierverlusten echte Verluste. Ich hab das 2000 mit der T-Aktie gelernt — die teure Art.

Wichtige Options-Begriffe

Kurze Auffrischung der Begriffe, die in Options-Meldungen wie dieser immer wieder auftauchen.

Implizite Volatilität (IV)
Die vom Markt erwartete Schwankungsbreite. Steigende IV verteuert Optionen, fallende IV verbilligt sie. IV-Guide
Die Greeks
Delta, Gamma, Theta und Vega messen, wie eine Option auf Kurs, Zeit und Volatilität reagiert. Greeks erklärt
Open Interest
Die Zahl der offenen Kontrakte. Hohes Open Interest an einem Strike markiert eine wichtige Preismarke. Optionskette lesen
Prämie
Der Preis einer Option. Verkäufer vereinnahmen sie, Käufer zahlen sie für das Recht zu handeln. Grundlagen
Ausübung & Zuteilung
Was am Verfallstag geschieht, wenn eine Option im Geld liegt und tatsächlich abgerechnet wird. Mehr dazu
Definiertes Risiko
Strategien wie Spreads, bei denen der maximale Verlust von Anfang an feststeht. Strategien

Optionshandel & News – kurz erklärt

Wie beeinflussen Nachrichten wie diese den Optionspreis?

Nachrichten wirken vor allem über die erwartete Schwankungsbreite: Steigt die Unsicherheit, steigt meist die implizite Volatilität und damit die Prämie – oft unabhängig von der Kursrichtung.

Muss ich auf eine Kursrichtung wetten, um zu profitieren?

Nein. Strategien mit definiertem Risiko wie der Iron Condor oder ein Covered Call setzen eher auf Volatilität und Zeitwert als auf eine exakte Richtung.

Ich bin Einsteiger – wo fange ich an?

Beginnen Sie mit unserem Anfänger-Leitfaden und dem Glossar, bevor Sie reales Kapital einsetzen.

Daniel Berg

Chefredakteur

Options-Aufklärer

20++ Jahre

Daniel Berg ist ein ganz normaler Typ aus einer mittelgroßen deutschen Stadt. Über zwanzig Jahre hat er im Vertrieb eines Maschinenbau-Mittelständlers gearbeitet – Finanzen waren nie sein Beruf, sondern seine teure Lehre. Im Jahr 2000 steckte er sein erstes Erspartes in die "Volksaktie" T-Aktie, kaufte bei fast hundert Euro und sah sie bis auf acht Euro fallen. Am Neuen Markt verbrannte er danach nochmal Geld. Erst mit Mitte dreißig fing er ruhig und langweilig an – breiter ETF, Geduld, keine heißen Tipps. Bei BeInOptions gibt Daniel genau diese Lektion weiter: keine Wunderrenditen, sondern verständliche Aufklärung über Optionen, Risiko und langfristiges Investieren. "Ich verkaufe keine Träume. Ich erkläre die Werkzeuge – und die Fehler, die ich selbst gemacht habe."

Expertise:Long-Term InvestingOptions EducationRisk AwarenessETF PortfoliosBehavioral Finance
Verifizierter Experte
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