Grundlagen des Optionshandels
Eine umfassende Einführung in die Welt der Optionen für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Was sind Optionen?
Optionen sind Finanzderivate, die dem Käufer das Recht (aber nicht die Pflicht) geben, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis (Strike) vor oder zu einem bestimmten Datum (Verfalldatum) zu kaufen oder zu verkaufen.
Call-Option
Eine Call-Option gibt dem Käufer das Recht, den Basiswert zum Strike-Preis zu kaufen. Käufer profitieren von steigenden Kursen.
Put-Option
Eine Put-Option gibt dem Käufer das Recht, den Basiswert zum Strike-Preis zu verkaufen. Käufer profitieren von fallenden Kursen.
Strike-Preis (Ausübungspreis)
Der vorab festgelegte Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung der Option gekauft oder verkauft werden kann.
Verfallsdatum
Das Datum, bis zu dem die Option ausgeübt werden kann. Nach diesem Datum verfällt die Option wertlos, wenn sie nicht ausgeübt wurde.
Optionsprämie
Der Preis, den der Käufer für die Option zahlt. Die Prämie setzt sich aus innerem Wert und Zeitwert zusammen.
Praktisches Beispiel
Kauf einer Call-Option
Basiswert: BMW Aktie, aktueller Kurs 100 €
Strike: 105 €
Laufzeit: 3 Monate
Prämie: 3 € pro Aktie
Szenarien:
- Kurs steigt auf 115 €: Gewinn von 7 € pro Aktie (115 - 105 - 3)
- Kurs bleibt bei 100 €: Option verfällt, Verlust von 3 € (Prämie)
- Kurs fällt auf 90 €: Option verfällt, Verlust von 3 € (Prämie)
Wichtige Erkenntnisse
- ✓Optionen geben das Recht, aber nicht die Pflicht zum Kauf/Verkauf
- ✓Das maximale Risiko für Käufer ist auf die Prämie begrenzt
- ✓Optionen verfallen wertlos, wenn sie nicht im Geld sind
- ✓Ein Optionskontrakt umfasst typischerweise 100 Aktien