Options-Glossar

Über 45 wichtige Begriffe des Optionshandels einfach und verständlich erklärt. Von Grundlagen bis zu fortgeschrittenen Konzepten.

51 Begriffe gefunden

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Optionshandel: So funktioniert es wirklich
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Praktische Beispiele und Strategien für den erfolgreichen Optionshandel

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Schnelle Trading-Tipps

Kurze, prägnante Tipps für erfolgreiches Options-Trading

Tipp #1: Volatilität

Verkaufe Optionen bei hoher IV, kaufe bei niedriger IV für bessere Gewinnchancen.

Tipp #2: Zeitverfall

Theta arbeitet für dich als Optionsverkäufer. Nutze 30-45 Tage bis Verfall.

Tipp #3: Delta-Neutral

Iron Condors mit Delta nahe 0 profitieren von Seitwärtsmärkten.

Tipp #4: Risikomanagement

Riskiere nie mehr als 2-5% deines Kapitals pro Trade. Immer!

Vollständiges Glossar

Call-Option

Grundlagen

Eine Call-Option gibt dem Käufer das Recht (aber nicht die Pflicht), den Basiswert zum Strike-Preis zu kaufen. Käufer profitieren von steigenden Kursen. Beispiel: Sie kaufen eine Call-Option auf SAP mit Strike 180 € für 5,20 € Prämie. Steigt SAP auf 195 €, ist die Option 15 € wert — Ihr Gewinn: 9,80 € pro Aktie.

Put-Option

Grundlagen

Eine Put-Option gibt dem Käufer das Recht (aber nicht die Pflicht), den Basiswert zum Strike-Preis zu verkaufen. Käufer profitieren von fallenden Kursen. Beispiel: Sie kaufen eine Put-Option auf BMW mit Strike 90 € für 3,50 €. Fällt BMW auf 78 €, ist die Option 12 € wert — Ihr Gewinn: 8,50 € pro Aktie.

Strike-Preis (Ausübungspreis)

Grundlagen

Der vorab festgelegte Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung der Option gekauft oder verkauft werden kann. Beispiel: Bei einem Strike von 150 € können Sie die Aktie für 150 € kaufen (Call) oder verkaufen (Put), unabhängig vom aktuellen Marktpreis.

Verfallsdatum (Expiration Date)

Grundlagen

Das Datum, bis zu dem die Option ausgeübt werden kann. Nach diesem Datum verfällt die Option wertlos, wenn sie nicht ausgeübt wurde.

Optionsprämie (Premium)

Grundlagen

Der Preis, den der Käufer für die Option zahlt. Die Prämie setzt sich aus innerem Wert und Zeitwert zusammen. Beispiel: Eine SAP-Call-Option kostet 4,80 € pro Aktie. Bei 100 Aktien pro Kontrakt zahlen Sie 480 € Prämie.

Optionskontrakt

Grundlagen

Ein standardisierter Vertrag, der typischerweise 100 Aktien des Basiswerts umfasst. Ein Kontrakt gibt dem Käufer spezifische Rechte. Beispiel: 1 Kontrakt = 100 Aktien. Bei einer Prämie von 3,00 € pro Aktie kostet 1 Kontrakt 300 €.

Basiswert (Underlying)

Grundlagen

Das Wertpapier, auf das sich die Option bezieht. Dies kann eine Aktie, ein Index, ein ETF oder andere Finanzinstrumente sein.

Long/Short Position

Grundlagen

Long bedeutet Kauf (bullish), Short bedeutet Verkauf (bearish). Bei Optionen: Long = Käufer, Short = Verkäufer.

At-the-Money (ATM)

Optionswerte

Eine Option, deren Strike-Preis dem aktuellen Kurs des Basiswerts entspricht oder sehr nahe daran liegt. Beispiel: SAP notiert bei 180 €. Eine Option mit Strike 180 € ist ATM.

In-the-Money (ITM)

Optionswerte

Eine Option mit innerem Wert. Bei Calls: Aktienkurs > Strike. Bei Puts: Aktienkurs < Strike. Hat sofortigen Ausübungswert. Beispiel: SAP steht bei 195 €. Eine Call-Option mit Strike 180 € ist 15 € ITM (innerer Wert = 195 € − 180 € = 15 €).

Out-of-the-Money (OTM)

Optionswerte

Eine Option ohne inneren Wert. Bei Calls: Aktienkurs < Strike. Bei Puts: Aktienkurs > Strike. Besteht nur aus Zeitwert. Beispiel: SAP steht bei 175 €. Eine Call-Option mit Strike 180 € ist 5 € OTM und hat keinen inneren Wert.

Innerer Wert (Intrinsic Value)

Optionswerte

Der Wert, den die Option hätte, wenn sie sofort ausgeübt würde. Bei OTM-Optionen ist dieser Wert null. Beispiel: Aktie bei 195 €, Call-Strike bei 180 € → Innerer Wert = 195 € − 180 € = 15 €.

Zeitwert (Extrinsic Value)

Optionswerte

Der Teil der Optionsprämie, der über den inneren Wert hinausgeht. Repräsentiert die Chance auf zukünftige Wertsteigerung. Beispiel: Option kostet 8,50 €, innerer Wert beträgt 5 € → Zeitwert = 8,50 € − 5 € = 3,50 €.

Delta

Griechen

Gibt an, wie stark sich der Optionspreis ändert, wenn sich der Basiswert um 1 € bewegt. Werte zwischen 0 und 1 (Calls) bzw. 0 und -1 (Puts). Beispiel: Delta 0,65 bedeutet: Steigt die Aktie um 1 €, steigt der Call-Preis um ca. 0,65 €.

Gamma

Griechen

Änderungsrate des Deltas. Zeigt, wie schnell sich das Delta bei Kursänderungen des Basiswerts verändert. Wichtig für Risikomanagement. Beispiel: Bei Gamma 0,05 und Delta 0,50 wird das Delta nach einer 1-€-Bewegung auf 0,55 steigen.

Theta (Zeitwertverfall)

Griechen

Kennzahl für den täglichen Wertverlust einer Option durch Zeitablauf. Negativ für Käufer, positiv für Verkäufer. Beschleunigt sich bei Annäherung an Verfall. Beispiel: Theta −0,08 bedeutet: Die Option verliert täglich ca. 0,08 € (= 8 € pro Kontrakt) an Zeitwert.

Vega

Griechen

Sensitivität des Optionspreises gegenüber Änderungen der impliziten Volatilität. Höher bei ATM-Optionen und längeren Laufzeiten. Beispiel: Vega 0,12 bedeutet: Steigt die IV um 1 Prozentpunkt, erhöht sich der Optionspreis um 0,12 €.

Rho

Griechen

Misst die Sensitivität des Optionspreises gegenüber Änderungen des risikofreien Zinssatzes. Meist weniger wichtig als andere Greeks.

Implizite Volatilität (IV)

Fortgeschritten

Die vom Markt erwartete zukünftige Schwankung des Basiswerts, abgeleitet aus dem Optionspreis. Höhere IV = teurere Optionen. Beispiel: IV von 30 % bedeutet, der Markt erwartet eine Jahresschwankung von ±30 % im Basiswert.

Historische Volatilität (HV)

Fortgeschritten

Die tatsächliche Schwankungsbreite des Basiswerts in der Vergangenheit. Wird oft mit IV verglichen.

Open Interest

Fortgeschritten

Die Gesamtzahl offener (nicht geschlossener) Optionskontrakte. Zeigt Liquidität und Interesse an einem Strike. Beispiel: OI von 12.500 am Strike 180 € zeigt hohes Interesse — gute Liquidität zum Ein- und Aussteigen.

Volumen (Volume)

Fortgeschritten

Die Anzahl der Optionskontrakte, die an einem Tag gehandelt wurden. Höheres Volumen bedeutet bessere Liquidität. Beispiel: 3.200 gehandelte Kontrakte an einem Tag zeigen aktiven Handel und enge Spreads.

Bid/Ask (Geld/Brief)

Fortgeschritten

Bid = Höchster Preis, den ein Käufer zahlen will. Ask = Niedrigster Preis, den ein Verkäufer akzeptiert. Die Differenz ist der Spread. Beispiel: Bid 4,20 € / Ask 4,40 € → Spread = 0,20 €. Sie zahlen beim Kauf 4,40 € und erhalten beim Verkauf 4,20 €.

Spread (Geld-Brief-Spanne)

Fortgeschritten

Die Differenz zwischen Bid und Ask. Niedrigere Spreads bedeuten bessere Liquidität und geringere Handelskosten. Beispiel: Bid 4,20 € / Ask 4,40 € → Spread 0,20 €. Das sind Ihre sofortigen Handelskosten pro Aktie.

Liquidität

Fortgeschritten

Wie einfach eine Option gekauft oder verkauft werden kann, ohne den Preis stark zu beeinflussen. Wichtig für schnelles Ein- und Aussteigen.

Zuteilung (Assignment)

Trading-Aktionen

Der Prozess, bei dem ein Optionsverkäufer verpflichtet wird, seine Verpflichtung zu erfüllen (Kauf oder Verkauf des Basiswerts).

Ausübung (Exercise)

Trading-Aktionen

Der Akt des Käufers, sein Recht aus der Option wahrzunehmen und den Basiswert zum Strike-Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).

Rollen (Roll)

Trading-Aktionen

Das Schließen einer Optionsposition und gleichzeitiges Eröffnen einer neuen mit anderem Strike oder Verfallsdatum.

Schließen (Close Position)

Trading-Aktionen

Das Beenden einer Optionsposition durch ein Gegengeschäft, bevor die Option verfällt oder ausgeübt wird.

Buy to Open (BTO)

Trading-Aktionen

Order zum Kauf einer Option, um eine neue Long-Position zu eröffnen. Sie kaufen eine Call- oder Put-Option.

Sell to Open (STO)

Trading-Aktionen

Order zum Verkauf einer Option, um eine neue Short-Position zu eröffnen. Sie schreiben (verkaufen) eine Option.

Buy to Close (BTC)

Trading-Aktionen

Order zum Kauf einer Option, um eine bestehende Short-Position zu schließen. Beendet Ihre Verkaufsverpflichtung.

Sell to Close (STC)

Trading-Aktionen

Order zum Verkauf einer Option, um eine bestehende Long-Position zu schließen. Realisiert Gewinn oder Verlust.

Covered Call

Strategien

Sie besitzen 100 Aktien und verkaufen eine Call-Option darauf. Generiert Einnahmen durch Prämie bei neutraler bis leicht bullisher Markterwartung. Beispiel: Sie besitzen 100 SAP-Aktien bei 180 € und verkaufen einen 190-€-Call für 3,20 €. Sie erhalten 320 € Prämie sofort.

Protective Put (Absicherung)

Strategien

Sie besitzen Aktien und kaufen eine Put-Option als Versicherung gegen fallende Kurse. Begrenzt Verlustrisiko.

Iron Condor

Strategien

Kombination aus Bull Put Spread und Bear Call Spread. Profitabel bei geringer Volatilität und seitwärts tendierenden Märkten. Beispiel: SAP bei 180 €. Verkaufe 170-Put und 190-Call, kaufe 165-Put und 195-Call. Max. Gewinn: erhaltene Prämie, z.B. 280 €.

Bull Spread (Bullish Spread)

Strategien

Kauf einer Call-Option mit niedrigerem Strike und Verkauf einer Call-Option mit höherem Strike. Begrenzte Gewinnchance bei steigenden Kursen.

Bear Spread (Bearish Spread)

Strategien

Kauf einer Put-Option mit höherem Strike und Verkauf einer Put-Option mit niedrigerem Strike. Begrenzte Gewinnchance bei fallenden Kursen.

Straddle (Grätsche)

Strategien

Gleichzeitiger Kauf einer Call- und Put-Option mit gleichem Strike und Verfallsdatum. Profitiert von starken Kursbewegungen in beide Richtungen. Beispiel: SAP bei 180 €. Kaufe 180-Call für 5 € und 180-Put für 4,50 € = 9,50 € Kosten. Gewinn ab Bewegung über ±9,50 €.

Strangle (Würgegriff)

Strategien

Kauf einer OTM-Call- und OTM-Put-Option mit gleichem Verfallsdatum. Günstiger als Straddle, benötigt größere Kursbewegung. Beispiel: SAP bei 180 €. Kaufe 190-Call für 2 € und 170-Put für 1,80 € = 3,80 € Kosten. Günstiger als Straddle.

Butterfly (Schmetterling)

Strategien

Kombination aus Bull und Bear Spread. Drei Strikes: Kaufe außen, verkaufe doppelt in der Mitte. Profitiert von geringer Bewegung.

Calendar Spread (Zeitspread)

Strategien

Verkauf einer kurzfristigen und Kauf einer langfristigen Option mit gleichem Strike. Profitiert vom unterschiedlichen Zeitverfall.

Maximaler Gewinn

Risikomanagement

Der höchste mögliche Gewinn, der mit einer Optionsstrategie erzielt werden kann. Bei vielen Strategien ist dies begrenzt. Beispiel: Covered Call mit 3,20 € Prämie und Strike 10 € über Einkaufskurs → Max. Gewinn = 13,20 € × 100 = 1.320 €.

Maximaler Verlust

Risikomanagement

Der größte mögliche Verlust einer Strategie. Bei einigen Strategien (z.B. naked Calls) kann dies theoretisch unbegrenzt sein. Beispiel: Beim Kauf eines Calls für 5 € Prämie ist der maximale Verlust auf 500 € (5 € × 100 Aktien) begrenzt.

Break-Even-Punkt

Risikomanagement

Der Kurswert des Basiswerts, bei dem die Optionsstrategie weder Gewinn noch Verlust macht. Kritischer Referenzpunkt. Beispiel: Long Call mit Strike 180 € und Prämie 5 € → Break-Even bei 185 € (Strike + Prämie).

Margin (Sicherheitsleistung)

Risikomanagement

Der Geldbetrag, den Sie als Sicherheit hinterlegen müssen, um bestimmte Optionsstrategien (besonders Short-Positionen) zu handeln. Beispiel: Für einen Naked Put auf SAP mit Strike 170 € kann der Broker eine Margin von ca. 2.500–3.500 € verlangen.

Naked Option (Ungedeckte Option)

Risikomanagement

Verkauf einer Option ohne den zugrunde liegenden Basiswert zu besitzen. Hohes Risiko, da theoretisch unbegrenzte Verluste möglich sind.

CySEC (Cyprus Securities and Exchange Commission)

Regulierungsbehörden

Die zypriotische Finanzaufsichtsbehörde, die Finanzdienstleistungsunternehmen in Zypern reguliert. Gilt als EU-Regulierung und erlaubt Unternehmen, Dienstleistungen in der gesamten EU anzubieten.

SEC (Securities and Exchange Commission)

Regulierungsbehörden

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde, die für die Regulierung der Wertpapiermärkte in den USA verantwortlich ist. Eine der wichtigsten Finanzaufsichtsbehörden weltweit.

FCA (Financial Conduct Authority)

Regulierungsbehörden

Die britische Finanzaufsichtsbehörde, die Finanzdienstleistungsunternehmen in Großbritannien reguliert. Bekannt für strenge Verbraucherschutzstandards.

AFM (Autoriteit Financiële Markten)

Regulierungsbehörden

Die niederländische Finanzmarktaufsicht, zuständig für die Regulierung von Finanzinstituten und den Schutz von Verbrauchern in den Niederlanden.

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