Was ist eigentlich eine "Korrektur"?
Das Wort "Korrektur" klingt beängstigend. Aber die Börse hat eine genaue Definition dafür: ein Rückgang von mindestens 10%, aber weniger als 20% vom letzten Höchststand. Alles darunter ist ein "Rückschlag" oder "Pullback", alles ab 20% ist ein "Bärenmarkt" — noch dramatischer.
Wenn du 10.000 Euro in einen ETF investiert hast und der Index fällt um 10%, verlierst du auf dem Papier 1.000 Euro. Das SIEHT nach Katastrophe aus. Es ist aber Zahlenspiel — solange du nicht verkaufst.
Warum passieren Korrektionen?
Weil Menschen panisch sind. Eine Nachricht kommt (Krieg, Fed-Entscheidung, schlechte Unternehmens-Zahlen), Investoren verkaufen auf einmal massiv, Kurse fallen schnell. Das ist normal. Die Börse korrigiert so ihre eigenen Übertreibungen — daher der Name.
Alle 1,2 Jahre durchschnittlich passiert das. Das ist so regelmäßig wie Zahnärzte-Besuche — unangenehm, aber garantiert.
Was Profis jetzt tun
Während Anfänger panisch verkaufen, nutzen Profis Korrektionen zum Kaufen. Sie wissen: am Tiefpunkt gibt's die höchsten Gewinne. Eine Studie zeigt: die besten Einstiege der letzten 100 Jahre waren IN den Korrektionen. Kalle, mein alter Kumpel, macht immer das Gegenteil — er verkauft im Tief und kauft im Hoch. Sein Depot ist deswegen immer rot.
Wie lange dauert so eine Korrektur?
Durchschnitt: 5 Monate bis zum Tiefpunkt. Aber die Recovery ist schneller — nur 4 Monate im Schnitt. Das heißt: wenn dein ETF heute einen Crash um 10% macht, brauchst du etwa 4 Monate Geduld, bis du wieder im Plus bist. Klingt lange? Ist es nicht, wenn du eh nicht vor 2035 dein Geld brauchst.
Dein Aktionsplan jetzt
Die T-Aktie im Jahr 2000 hat mich gelehrt: in Paniken verkauft man, und danach ärgert man sich 20 Jahre lang. Mein Plan:
- Nicht gucken. Jeden Tag auf den Depot-Stand schauen ist Gift.
- Weiter sparen. Wenn du monatlich 500€ besparst und es ist gerade Korrektur, kaufst du zur Aldi-Preis. Das ist dein Superpower als Anfänger.
- 5+ Jahre? Dann ist es Rauschen. Wenn du die nächsten 5 Jahre nicht brauchst, sind Korrektionen KEINE Probleme, sondern Chancen.
Meine Frau Sabine sagt immer: "Wenn dein Plan nicht 'halte durch Korrektionen' ist, dann hattest du keinen Plan." Sie hat recht.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.
