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markets18. August 20262 Min. Lesezeit

Warum deine Staatsanleihen fallen, obwohl die Zinsen noch hoch sind

Die iShares 20+ Year Treasury Bond ETF (TLT) hat in 5 Jahren durchschnittlich -6,7% pro Jahr verloren. Nicht, weil die Anleihe ausfällt, sondern weil Anleihen wie eine Wippe arbeiten: steigende Zinsen = fallende Preise.

Thomas
Thomas·Krypto- & Aktien-Creator

Warum Staatsanleihen fallen, wenn die Zinsen steigen

Stell dir vor, du hättest vor fünf Jahren eine deutsche Staatsanleihe mit 20 Jahren Laufzeit gekauft. Damals war der Zins bei 1%. Heute ist er bei 2,3%. Das klingt, als würde das Geld besser arbeiten, aber dein Anleihen-Depot ist um 6,7% gefallen.

Das klingt verrückt, oder? Das ist aber genau wie die Anleihen-Mathematik funktioniert.

Die Wippe-Regel: Zinsen hoch = Anleihenkurs runter

Eine Staatsanleihe ist ein einfacher Deal: Der Staat sagt dir "Gib mir 1.000 Euro, in 20 Jahren geb ich dir dein Geld zurück und zahle dir jedes Jahr ein bisschen Zins." Wenn du das kaufst, hast du einen Vertrag.

Aber hier kommt die böse Überraschung: Andere können die gleiche Anleihe jetzt mit höherem Zins kaufen. Warum würde jemand dein Ding kaufen (mit 1% Zins), wenn er neu eine mit 2,3% Zins kriegt? Er würde dir dein Papier ja nur kaufen, wenn du einen Rabatt gibst. Genau deshalb fällt der Preis.

Die iShares 20+ Year Treasury Bond ETF (TLT) — ein riesiger Topf mit Anleihen — hat von 2021 bis 2026 durchschnittlich -6,7% pro Jahr verloren.

Was das für dein Geld heißt

Wenn du 10.000 Euro in einen Anleihen-ETF gesteckt hast und gehofft hast, dass dein Geld sicher ist: Es ist sicher, es wird dir nicht gestohlen. Aber der Wert auf dem Papier ist nach unten gegangen — weil die Zinsen nach oben gegangen sind.

Das ist kein Drama, solange du die Anleihe bis zum Ende halten kannst. Nach 20 Jahren bekommst du deine 10.000 Euro wieder (plus Zins). Aber wenn du vorher verkaufen musst, hast du Verlust.

Das ist die wichtigste Lektion

Anleihen sind nicht risikofrei. Sie haben ein anderes Risiko als Aktien: nicht "Crash"-Risiko, sondern "Zins-Risiko". Je länger die Laufzeit, desto größer das Zins-Risiko.

Wenn die Zinsen fallen, gewinnen Anleihen. Wenn die Zinsen steigen, verlieren sie. Das ist die Wippe.

Deshalb halten Profis oft kurze Anleihen (2–7 Jahre): Das Zins-Risiko ist kleiner, und du bekommst noch ordentliche Rendite.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.

Quellen

BeInOptions Research

Häufig gestellte Fragen

Warum verlieren Anleihen Geld, wenn der Zins steigt?

Weil Neue mit höherem Zins attraktiver sind. Wenn du deine alte Anleihe mit 1% Zins verkaufen willst, aber jeder kann eine neue mit 2,3% kriegen, muss du einen Rabatt geben. Der Rabatt = Preisverlust.

Heißt das, dass Anleihen immer verlieren?

Nein. Wenn Zinsen fallen, gewinnen Anleihen. Das ist genau andersherum. Deshalb nennen wir das die Wippe: hoch ↔ runter.

Sollte ich meine Anleihen-ETFs verkaufen?

Das hängt ab: Wenn du kurzfristig Geld brauchst und der Zins grade hoch ist, ja — du machst einen Verlust. Wenn du 10–20 Jahre warten kannst, bleibt einfach, bis die Anleihe läuft, dann holst du dein Geld zurück.

Welche Anleihen sind weniger riskant?

Kurze Anleihen (2–7 Jahre). Das Zins-Risiko ist kleiner. Lange Anleihen (20+ Jahre) haben großes Zins-Risiko, aber dafür einen höheren Zins zur Belohnung.

Wichtige Options-Begriffe

Kurze Auffrischung der Begriffe, die in Options-Meldungen wie dieser immer wieder auftauchen.

Implizite Volatilität (IV)
Die vom Markt erwartete Schwankungsbreite. Steigende IV verteuert Optionen, fallende IV verbilligt sie. IV-Guide
Die Greeks
Delta, Gamma, Theta und Vega messen, wie eine Option auf Kurs, Zeit und Volatilität reagiert. Greeks erklärt
Open Interest
Die Zahl der offenen Kontrakte. Hohes Open Interest an einem Strike markiert eine wichtige Preismarke. Optionskette lesen
Prämie
Der Preis einer Option. Verkäufer vereinnahmen sie, Käufer zahlen sie für das Recht zu handeln. Grundlagen
Ausübung & Zuteilung
Was am Verfallstag geschieht, wenn eine Option im Geld liegt und tatsächlich abgerechnet wird. Mehr dazu
Definiertes Risiko
Strategien wie Spreads, bei denen der maximale Verlust von Anfang an feststeht. Strategien

Optionshandel & News – kurz erklärt

Wie beeinflussen Nachrichten wie diese den Optionspreis?

Nachrichten wirken vor allem über die erwartete Schwankungsbreite: Steigt die Unsicherheit, steigt meist die implizite Volatilität und damit die Prämie – oft unabhängig von der Kursrichtung.

Muss ich auf eine Kursrichtung wetten, um zu profitieren?

Nein. Strategien mit definiertem Risiko wie der Iron Condor oder ein Covered Call setzen eher auf Volatilität und Zeitwert als auf eine exakte Richtung.

Ich bin Einsteiger – wo fange ich an?

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Thomas

Autor

Thomas

Krypto- & Aktien-Creator

Retail-Trader

Self-taught+ Jahre

Thomas, 26, ist Autodidakt. Seine Obsession mit Finanz-YouTube hat er in einen eigenen Kanal verwandelt – gesendet wird aus einem umgebauten Schlafzimmer-Studio: Ziegelwand, ein Mikro, ein Laptop. Kein Anzug, keine Institution, kein Signal-Dienst. Sein Prinzip ist eine einzige Sache: Er verfolgt, worüber die größten Krypto- und Aktien-Creator gerade sprechen – und postet innerhalb von Stunden die schärfere Zweitmeinung dazu. Nicht die Zusammenfassung, die es überall gibt, sondern der Teil, den alle anderen übersehen haben. Genau das ist auch sein Glaubwürdigkeitsmodell: der Ritter-Sitz mit kleinem Konto, der ehrlich sagt, wenn ihn etwas mal Geld gekostet hat.

Expertise:CryptoStocksRetail TradingMarket CommentaryTechnical Analysis
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