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markets6. August 20262 Min. Lesezeit

Intel: +357 Prozent in 12 Monaten — Apple-Deal verwandelt altes Imperium

Intel war fast am Ende — bis die US-Regierung einstieg, Apple einen Foundry-Vertrag unterzeichnete und die Aktie +357 Prozent machte.

Daniel Berg
Daniel Berg·Chefredakteur

Intel hat gerade das größte Comeback der Chip-Geschichte hingelegt — und niemand hatte es auf dem Schirm.

Vor einem Jahr war Intel bei 19 Dollar. Heute: über 95 Dollar. +357 Prozent in 12 Monaten.

Die Story dahinter

Intel hat Jahrzehnte lang die Welt mit Prozessoren versorgt. Dann kam der Fall: TSMC übernahm die Chip-Produktion, Apple wechselte zu eigenen Chips, Nvidia dominierte KI.

Bis die US-Regierung im August 2025 10 Prozent der Firma kaufte — ein nationaler Rettungsplan. Dann kam der neue CEO Lip-Bu Tan. Und dann kam der Deal: Apple arbeitet wieder mit Intel.

Präsident Trump postete letzte Woche: Apple hat zugestimmt, mit Intel zusammenzuarbeiten, um Chips in Amerika zu bauen. Intel soll künftig Chips für Apple-Geräte produzieren — mit der neuen 18A-Technologie.

Was das für dich bedeutet

Wenn du vor einem Jahr 1.000 Euro in Intel gesteckt hättest, hättest du heute 4.570 Euro.

Aber — Intel ist heute keine sichere Wette mehr. Die Aktie ist von 19 auf 95 Dollar geschossen. Jeder Fehler wird teuer. Analysten von HSBC sagen: die Bewertung ist dünn — bei 120x den erwarteten Gewinnen.

Profis kaufen trotzdem. Warum? Weil Intel das einzige große US-Unternehmen ist, das Chips auf TSMC-Niveau produzieren kann — das ist nationale Sicherheit für Amerika.

Wie Profis darauf reagieren

Retail-Anleger haben in den letzten 5 Tagen 706 Millionen Dollar in Intel gesteckt. Bank of America hat das Kursziel auf 96 Dollar angehoben: wenn der Apple-Deal voll läuft, bringt das bis 2030 10 Milliarden Dollar Jahresumsatz.

Intel hat gestern den Markt um 10,84 Prozent geschlagen.

First Steps für Anfänger

  1. Verstehe, was passiert ist: Intel war fast pleite. Die US-Regierung hat eingegriffen, weil Chips nationale Sicherheit sind.

  2. Das Risiko ist riesig: +357 Prozent bedeutet: jeder Fehler wird brutal bestraft.

  3. Profis spielen langfristig: Die Bank of America sagt: wenn Intel die Apple-Chips bis 2030 liefert, verdoppelt sich der Umsatz. Aber bis 2030 ist noch weit.

  4. Lerne von Daniel: Ich hab 2000 die T-Aktie von 100 auf 8 Euro fallen sehen. Intel ist heute kein Hype — es ist ein strategisches Comeback. Aber auch Comebacks scheitern.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

Quellen

BeInOptions Research

Häufig gestellte Fragen

Warum ist Intel in einem Jahr um 357 Prozent gestiegen?

Intel war 2025 fast bankrott. Dann kaufte die US-Regierung 10 Prozent der Firma, ein neuer CEO übernahm, und Apple unterschrieb einen Foundry-Vertrag.

Was bedeutet der Apple-Deal?

Apple produziert künftig bestimmte Chips bei Intel. Bank of America schätzt: bis 2030 bringt das 10 Milliarden Dollar Jahresumsatz.

Ist Intel jetzt eine sichere Investition?

Nein. Die Aktie wird mit 120x den erwarteten Gewinnen bewertet. Jeder Produktionsfehler wird teuer.

Wichtige Options-Begriffe

Kurze Auffrischung der Begriffe, die in Options-Meldungen wie dieser immer wieder auftauchen.

Implizite Volatilität (IV)
Die vom Markt erwartete Schwankungsbreite. Steigende IV verteuert Optionen, fallende IV verbilligt sie. IV-Guide
Die Greeks
Delta, Gamma, Theta und Vega messen, wie eine Option auf Kurs, Zeit und Volatilität reagiert. Greeks erklärt
Open Interest
Die Zahl der offenen Kontrakte. Hohes Open Interest an einem Strike markiert eine wichtige Preismarke. Optionskette lesen
Prämie
Der Preis einer Option. Verkäufer vereinnahmen sie, Käufer zahlen sie für das Recht zu handeln. Grundlagen
Ausübung & Zuteilung
Was am Verfallstag geschieht, wenn eine Option im Geld liegt und tatsächlich abgerechnet wird. Mehr dazu
Definiertes Risiko
Strategien wie Spreads, bei denen der maximale Verlust von Anfang an feststeht. Strategien

Optionshandel & News – kurz erklärt

Wie beeinflussen Nachrichten wie diese den Optionspreis?

Nachrichten wirken vor allem über die erwartete Schwankungsbreite: Steigt die Unsicherheit, steigt meist die implizite Volatilität und damit die Prämie – oft unabhängig von der Kursrichtung.

Muss ich auf eine Kursrichtung wetten, um zu profitieren?

Nein. Strategien mit definiertem Risiko wie der Iron Condor oder ein Covered Call setzen eher auf Volatilität und Zeitwert als auf eine exakte Richtung.

Ich bin Einsteiger – wo fange ich an?

Beginnen Sie mit unserem Anfänger-Leitfaden und dem Glossar, bevor Sie reales Kapital einsetzen.

Daniel Berg

Chefredakteur

Options-Aufklärer

20++ Jahre

Daniel Berg ist ein ganz normaler Typ aus einer mittelgroßen deutschen Stadt. Über zwanzig Jahre hat er im Vertrieb eines Maschinenbau-Mittelständlers gearbeitet – Finanzen waren nie sein Beruf, sondern seine teure Lehre. Im Jahr 2000 steckte er sein erstes Erspartes in die "Volksaktie" T-Aktie, kaufte bei fast hundert Euro und sah sie bis auf acht Euro fallen. Am Neuen Markt verbrannte er danach nochmal Geld. Erst mit Mitte dreißig fing er ruhig und langweilig an – breiter ETF, Geduld, keine heißen Tipps. Bei BeInOptions gibt Daniel genau diese Lektion weiter: keine Wunderrenditen, sondern verständliche Aufklärung über Optionen, Risiko und langfristiges Investieren. "Ich verkaufe keine Träume. Ich erkläre die Werkzeuge – und die Fehler, die ich selbst gemacht habe."

Expertise:Long-Term InvestingOptions EducationRisk AwarenessETF PortfoliosBehavioral Finance
Verifizierter Experte
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