Covered CallXOM · USRisiko: Niedrig

Covered Call auf Exxon Mobil Corporation

Vollständiges Beispiel: Covered Call auf ExxonMobil (XOM) — mit Strikes, Prämie, Break-even und interaktivem Payoff-Diagramm.

Markterwartung
Neutral bis leicht bullisch
Komplexität
Anfänger
Sektor
Energy
Typischer Kurs
$115
Für Einsteiger erklärt

Covered Call einfach erklärt

Niveau
Anfänger
Risiko
Niedrig
Am besten bei
Neutral bis leicht bullisch
Ziel
Einkommen
Wofür ist diese Strategie?
Zusätzliches Einkommen aus Aktien, die du bereits besitzt.
Wann sollte ich sie einsetzen?
Wenn du eine Aktie hältst und einen seitwärts bis leicht steigenden Kurs erwartest.
Wie verdiene ich damit?
Du verkaufst eine Call-Option auf deine Aktien und kassierst sofort die Prämie.
Was ist das Hauptrisiko?
Steigt die Aktie stark, musst du sie zum Strike abgeben und verpasst den Gewinn darüber.
Für wen ist sie ungeeignet?
Wenn du deine Aktien auf keinen Fall abgeben willst oder eine große Rally erwartest.

Bildungsinhalt, keine Anlageberatung. Optionen bergen Risiken bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Basiswert

Exxon Mobil Corporation für Optionshändler

ExxonMobil ist der größte US-Ölkonzern und ein verlässlicher Dividendenaristokrat (~3.3% Rendite). Die IV liegt typischerweise bei 20-34%, stark beeinflusst von Rohölpreisen (Brent/WTI) und geopolitischen Ereignissen. ExxonMobil eignet sich hervorragend für Covered Calls, da die Dividende zusätzliche Einnahmen neben den Optionsprämien bietet. In Energiepreiszyklen sind Iron Condors nach starken Auf- oder Abschwüngen eine gute Strategie.

Symbol
XOM
Markt
US
IV-Spanne
2034%
Währung
USD
Options-Hinweis: Gute US-Liquidität; wöchentliche Expirations; Strikes in $1/$2.50-Schritten.
Überblick

Covered Call — Kurzübersicht

Beim Covered Call verkaufen Sie eine Call-Option auf Aktien, die Sie bereits besitzen. Sie erhalten dafür eine Prämie, die Ihr Depot sofort gutgeschrieben wird – unabhängig davon, wie sich der Kurs entwickelt. Im Gegenzug verpflichten Sie sich, die Aktien zum Strike-Preis abzugeben, falls die Option ins Geld läuft. Diese Strategie eignet sich ideal für Anleger, die in einem flachen bis leicht steigenden Markt regelmäßige Erträge aus bestehenden Positionen erzielen möchten.

Vorteile

  • Sofortiger Cashflow durch die Prämieneinnahme
  • Reduziert effektiv den Einstandskurs der Aktie
  • Maximalverlust klar begrenzt (Aktie kann nur auf null fallen)
  • Einfach umzusetzen — ideal für Optionseinsteiger

Nachteile

  • Begrenzt den Gewinn: Kurspotenzial über dem Strike ist gekappt
  • Kein vollständiger Schutz bei starkem Kursrückgang
  • Dividendenansprüche bleiben erhalten, aber Assignment-Risiko vor Ex-Tag
  • Eurex-Optionen auf DAX-Werte oft weniger liquid als US-Optionen
Beispiel-Trade

Covered Call auf ExxonMobil

Illustratives Beispiel basierend auf einem typischen ExxonMobil-Kurs von $115. Strikes und Prämien sind Richtwerte — aktuelle Marktpreise weichen ab.

PositionTypStrikeAktionPrämie
100 Aktien (gehalten)Aktienposition$115Long (Einstiegskurs)
Short Call (verkauft)Call$120Verkaufen (Kredit)+$1,72
Netto-Kredit erhalten+$1,72 ($172 pro Kontrakt)
Maximalgewinn
$672
pro Kontrakt
Maximalverlust
-$11.328
pro Kontrakt
Break-even
$113
Payoff

Payoff-Diagramm bei Verfall

Gewinn und Verlust des Covered Calls auf ExxonMobil in Abhängigkeit vom Kurs bei Verfall. Werte pro Kontrakt (100 Aktien).

Eignung

Warum Covered Call für ExxonMobil?

Die mittlere Volatilität schafft attraktive Covered-Call-Prämien von 1.5-2.5% monatlich — gut genug für eine jährliche Zusatzrendite von 18-30% auf die Position. Besonders nach starken Kursanstiegen, wenn die IV leicht erhöht ist, sind die Prämien besonders attraktiv. Achten Sie auf bevorstehende Quartalsergebnisse: Verkaufen Sie keine Calls kurz vor Earnings.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

  • 1IV Rank über 30% — höhere IV bedeutet höhere Prämien
  • 2Neutrale bis leicht bullische Marktmeinung für die Aktie
  • 3Aktienposition bereits im Depot vorhanden
  • 4Bereitschaft, die Aktien bei Kursanstieg abzugeben
  • 5Kein bevorstehendes Earnings-Event innerhalb der Laufzeit
Tiefer Einstieg

Warum ExxonMobil für Optionshändler interessant ist

ExxonMobil ist der größte US-Ölkonzern und ein integrierter Energieriese, dessen Kurs untrennbar mit dem Rohölpreis (WTI und Brent) verbunden ist. Als "integriert" umfasst Exxon die gesamte Wertschöpfungskette — Förderung (Upstream), Raffinerie und Chemie (Downstream) —, wodurch das Downstream- und Chemiegeschäft schwache Ölpreisphasen teilweise abfedert und die Volatilität etwas dämpft. Für Optionshändler ist Exxon vor allem als Ausdruck einer Meinung zum Ölpreis und als hochwertiger Dividendenzahler interessant: Der Konzern gilt als Dividendenaristokrat mit einer Rendite um 3,3%, die über viele Jahre verlässlich erhöht wurde. Die implizite Volatilität liegt typischerweise bei 20-34% und wird von Ölpreisbewegungen, OPEC+-Entscheidungen und geopolitischen Ereignissen (Nahost, Sanktionen) getrieben. Bei einem Kurs um $115 bindet ein Kontrakt rund $11.500 im Underlying — gute Liquidität und wöchentliche Verfälle machen Exxon zu einem soliden Basiswert für dividendengestützte Income-Strategien.

Strategie-Notizen

Covered Call auf ExxonMobil: Praktische Hinweise

Covered Calls sind auf ExxonMobil besonders attraktiv, weil sie sich hervorragend mit der Dividende kombinieren lassen: Man erhält die Optionsprämie plus die verlässliche Dividendenrendite von rund 3,3%, was den Gesamtertrag für einen defensiven Energiewert ansehnlich macht. Die mittlere IV liefert eine ordentliche Prämie, und Exxon läuft selten explosiv davon, sodass das Risiko, die Aktien zu verlieren, überschaubar bleibt. Sinnvoll sind Delta-0,25- bis 0,30-Calls mit 30-45 DTE. Zentral ist der Ex-Dividenden-Tag: Weil die Dividende substanziell ist, kann ein im Geld liegender Short Call bei US-Optionen kurz davor früh ausgeübt werden — wer die Dividende sichern will, rollt den Call rechtzeitig oder wählt Strikes, die am Ex-Tag klar aus dem Geld liegen.

Hintergrund

Historischer Kontext

ExxonMobil hat einige der extremsten Zyklen der Unternehmensgeschichte durchlebt. Der Tiefpunkt kam 2020, als der Ölpreis im Zuge der Corona-Nachfragezerstörung zeitweise kollabierte — die WTI-Futures rutschten sogar kurzzeitig unter null — und Exxon aus dem Dow Jones Industrial Average entfernt wurde. Es folgte eine der stärksten Erholungen des Sektors: Steigende Energiepreise 2021/22, unter anderem im Zuge des Kriegs in der Ukraine, trieben Rekordgewinne und massive Aktienrückkäufe. 2023/24 untermauerte Exxon seine Größe mit der milliardenschweren Übernahme von Pioneer Natural Resources, die die Präsenz im Permian-Becken deutlich ausbaute. Für Optionshändler ist entscheidend: Die Volatilität von Exxon folgt weniger den Quartalsberichten als vielmehr dem Ölpreis. Earnings-Bewegungen sind meist moderat (2-4%), aber ein Ölpreisschock — ausgelöst durch OPEC+, geopolitische Eskalation oder eine Nachfragekrise — kann die Aktie und ihre IV binnen Tagen deutlich bewegen.

FAQ

Häufige Fragen: Covered Call auf ExxonMobil

Wie stark hängt ExxonMobil vom Ölpreis ab?
Sehr stark, aber nicht ausschließlich. Als integrierter Konzern verdient Exxon nicht nur an der Förderung (Upstream), sondern auch an Raffinerie und Chemie (Downstream). In Phasen niedriger Ölpreise können höhere Raffineriemargen einen Teil des Ausfalls kompensieren, was die Volatilität gegenüber reinen Förderunternehmen dämpft. Dennoch bleibt der Rohölpreis (WTI/Brent) der wichtigste einzelne Treiber von Kurs und impliziter Volatilität — Ölpreisschocks bewegen Exxon stärker als die meisten Quartalsberichte.
Warum ist die Dividende bei ExxonMobil-Optionen so wichtig?
ExxonMobil gilt als Dividendenaristokrat mit einer substanziellen Rendite um 3,3%. Diese Dividende erhöht nicht nur den Gesamtertrag von Covered Calls, sie schafft auch ein konkretes Risiko: Bei US-Optionen kann ein im Geld liegender Short Call kurz vor dem Ex-Dividenden-Tag früh ausgeübt werden, weil der Optionsinhaber die Dividende vereinnahmen will. Wer die Aktien und die Dividende behalten möchte, sollte den Call rechtzeitig rollen oder Strikes wählen, die zum Ex-Tag klar aus dem Geld liegen.
Welche Ereignisse treiben die Volatilität von ExxonMobil?
In erster Linie alles, was den Ölpreis bewegt: OPEC+-Entscheidungen über Förderquoten, geopolitische Ereignisse im Nahen Osten, Sanktionen gegen Ölproduzenten, Nachfragedaten aus China und den USA sowie Rezessionsängste. Quartalsberichte spielen eine kleinere Rolle als bei Nicht-Rohstoffwerten. Wer Exxon-Optionen handelt, sollte den OPEC+-Kalender und geopolitische Risiken im Blick behalten, da diese die IV oft stärker beeinflussen als unternehmensspezifische Nachrichten.
Wie unterscheidet sich ExxonMobil von Chevron für Optionen?
Beide sind große, integrierte US-Ölkonzerne und Dividendenaristokraten, doch es gibt Nuancen. Exxon ist der größere Konzern mit stärkerem Fokus auf Produktionswachstum (unter anderem durch die Pioneer-Übernahme im Permian) und einer IV um 20-34%. Chevron gilt als der disziplinierter geführte Wert mit noch höherer Dividendenrendite (~4%) und wird oft als etwas stärker vom Ölpreis getrieben wahrgenommen (höhere Öl-Beta), mit einer IV um 22-35%. Für den Optionshandel sind beide solide, dividendengestützte Basiswerte. Dies ist keine Anlageberatung.
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