Covered CallADS.DE · DAXRisiko: Niedrig

Covered Call auf Adidas AG

Vollständiges Beispiel: Covered Call auf Adidas (ADS.DE) — mit Strikes, Prämie, Break-even und interaktivem Payoff-Diagramm.

Markterwartung
Neutral bis leicht bullisch
Komplexität
Anfänger
Sektor
Consumer
Typischer Kurs
€215
Für Einsteiger erklärt

Covered Call einfach erklärt

Niveau
Anfänger
Risiko
Niedrig
Am besten bei
Neutral bis leicht bullisch
Ziel
Einkommen
Wofür ist diese Strategie?
Zusätzliches Einkommen aus Aktien, die du bereits besitzt.
Wann sollte ich sie einsetzen?
Wenn du eine Aktie hältst und einen seitwärts bis leicht steigenden Kurs erwartest.
Wie verdiene ich damit?
Du verkaufst eine Call-Option auf deine Aktien und kassierst sofort die Prämie.
Was ist das Hauptrisiko?
Steigt die Aktie stark, musst du sie zum Strike abgeben und verpasst den Gewinn darüber.
Für wen ist sie ungeeignet?
Wenn du deine Aktien auf keinen Fall abgeben willst oder eine große Rally erwartest.

Bildungsinhalt, keine Anlageberatung. Optionen bergen Risiken bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Basiswert

Adidas AG für Optionshändler

Adidas AG ist eine der bekanntesten Sportmarken der Welt mit Wachstum in China und Nordamerika als Hauptkatalysatoren. Die Aktie zeigt erhöhte Schwankungen nach Umsatzmeldungen und Kooperationsbekanntgaben (z.B. Yeezy-Auflösung). IV liegt typischerweise bei 22-38%. Für Optionshändler sind Covered Calls auf Adidas besonders attraktiv wenn nach einem starken Kursanstieg die IV erhöht bleibt.

Symbol
ADS.DE
Markt
DAX
IV-Spanne
2238%
Währung
EUR
Options-Hinweis: Eurex-gehandelt; moderate Liquidität; europäischer Optionstyp; Strikes in 2.50€-Schritten.
Überblick

Covered Call — Kurzübersicht

Beim Covered Call verkaufen Sie eine Call-Option auf Aktien, die Sie bereits besitzen. Sie erhalten dafür eine Prämie, die Ihr Depot sofort gutgeschrieben wird – unabhängig davon, wie sich der Kurs entwickelt. Im Gegenzug verpflichten Sie sich, die Aktien zum Strike-Preis abzugeben, falls die Option ins Geld läuft. Diese Strategie eignet sich ideal für Anleger, die in einem flachen bis leicht steigenden Markt regelmäßige Erträge aus bestehenden Positionen erzielen möchten.

Vorteile

  • Sofortiger Cashflow durch die Prämieneinnahme
  • Reduziert effektiv den Einstandskurs der Aktie
  • Maximalverlust klar begrenzt (Aktie kann nur auf null fallen)
  • Einfach umzusetzen — ideal für Optionseinsteiger

Nachteile

  • Begrenzt den Gewinn: Kurspotenzial über dem Strike ist gekappt
  • Kein vollständiger Schutz bei starkem Kursrückgang
  • Dividendenansprüche bleiben erhalten, aber Assignment-Risiko vor Ex-Tag
  • Eurex-Optionen auf DAX-Werte oft weniger liquid als US-Optionen
Beispiel-Trade

Covered Call auf Adidas

Illustratives Beispiel basierend auf einem typischen Adidas-Kurs von €215. Strikes und Prämien sind Richtwerte — aktuelle Marktpreise weichen ab.

PositionTypStrikeAktionPrämie
100 Aktien (gehalten)Aktienposition€215Long (Einstiegskurs)
Short Call (verkauft)Call€225Verkaufen (Kredit)+€3,23
Netto-Kredit erhalten+€3,23 (€323 pro Kontrakt)
Maximalgewinn
€1.323
pro Kontrakt
Maximalverlust
-€21.177
pro Kontrakt
Break-even
€212
Payoff

Payoff-Diagramm bei Verfall

Gewinn und Verlust des Covered Calls auf Adidas in Abhängigkeit vom Kurs bei Verfall. Werte pro Kontrakt (100 Aktien).

Eignung

Warum Covered Call für Adidas?

Die mittlere Volatilität schafft attraktive Covered-Call-Prämien von 1.5-2.5% monatlich — gut genug für eine jährliche Zusatzrendite von 18-30% auf die Position. Besonders nach starken Kursanstiegen, wenn die IV leicht erhöht ist, sind die Prämien besonders attraktiv. Achten Sie auf bevorstehende Quartalsergebnisse: Verkaufen Sie keine Calls kurz vor Earnings.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

  • 1IV Rank über 30% — höhere IV bedeutet höhere Prämien
  • 2Neutrale bis leicht bullische Marktmeinung für die Aktie
  • 3Aktienposition bereits im Depot vorhanden
  • 4Bereitschaft, die Aktien bei Kursanstieg abzugeben
  • 5Kein bevorstehendes Earnings-Event innerhalb der Laufzeit
Tiefer Einstieg

Warum Adidas für Optionshändler interessant ist

Adidas ist im DAX der Prototyp eines globalen Konsummarken-Werts, dessen Aktienkurs an Markenwahrnehmung, Modezyklen und Margenentwicklung hängt — eine ganz andere Volatilitätsquelle als Banken oder Versicherer. Die implizite Volatilität liegt typischerweise bei 22-38%, mittelhoch, mit klaren Ausschlägen rund um Quartalsberichte, Umsatzwarnungen und markenprägende Ereignisse. Der Kurs von rund €215 macht die Optionen kapitalmäßig zugänglich, aber nicht winzig: Ein Kontrakt bindet etwa €21.500 Aktienwert. Für Optionshändler ist Adidas interessant, weil die Story eine echte Bandbreite hat — vom Turnaround nach dem Yeezy-Bruch über die Erholung der Margen bis zur Wachstumsfrage in China und Nordamerika. Diese narrative Spannbreite sorgt für Bewegung und macht sowohl richtungsbezogene Spreads als auch Volatilitäts-Strategien rund um Katalysatoren attraktiv.

Strategie-Notizen

Covered Call auf Adidas: Praktische Hinweise

Covered Calls auf Adidas sind besonders attraktiv, wenn die IV nach einem starken Kursanstieg erhöht bleibt — dann sind die Prämien fett, und man verkauft in die Stärke hinein. Bei einer mittelhohen IV von 22-38% lassen sich monatlich oft 1,5-2,5% Prämie erzielen. Der wichtige Zeitfaktor: Adidas kann auf gute Nachrichten (angehobene Prognose, starker Quartalsbericht) sprunghaft steigen, sodass ein zu eng gewählter Strike die Upside kappt. Sinnvoll sind Delta-0,20- bis 0,25-Calls mit 30-45 Tagen Laufzeit, außerhalb der Berichts-Woche eröffnet. Wer die Aktie als langfristige Marken-Position hält, kann so einen stetigen Zusatzertrag erzielen, sollte aber die Turnaround-Upside nicht vollständig verkaufen.

Hintergrund

Historischer Kontext

Adidas hat in den letzten Jahren eine der bewegtesten Konsumgüter-Geschichten im DAX geschrieben. Der Bruch mit dem Yeezy-Partner Ende 2022 traf das Unternehmen hart: Ein hochprofitables Produktsegment fiel weg, und die Aktie geriet massiv unter Druck, während sich Fragen um überschüssige Lagerbestände und deren Abverkauf stellten. Die anschließende Turnaround-Phase unter neuer Führung — Abverkauf der verbliebenen Yeezy-Ware, Fokus auf Kernmarken und Margenerholung — sorgte für eine kräftige Kurserholung und entsprechend erhöhte Volatilität in beide Richtungen. Charakteristisch für Adidas sind ereignisgetriebene IV-Spitzen: Umsatzwarnungen oder angehobene Prognosen, Quartalszahlen mit überraschenden Margen und Nachrichten zu einzelnen Produktlinien oder Kooperationen bewegen den Kurs regelmäßig um mehrere Prozent am Tag. Als globaler Konsumwert reagiert die Aktie außerdem auf die Konsumstimmung in China und den USA, Währungseffekte und den allgemeinen Modezyklus im Sportartikelmarkt.

FAQ

Häufige Fragen: Covered Call auf Adidas

Wie stark bewegt sich Adidas nach Quartalsberichten?
Als globaler Konsummarken-Wert reagiert Adidas auf Berichte oft mit mehreren Prozent Kursbewegung am Tag danach, weil Umsatzentwicklung, Margen und vor allem der Ausblick (Guidance) stark im Fokus stehen. Überraschungen bei der Prognose — angehoben oder gesenkt — können besonders heftige Bewegungen auslösen. Die IV steigt entsprechend vor dem Bericht und fällt danach deutlich (IV-Crush). Wer Optionen über den Bericht hält, sollte diese Dynamik einkalkulieren und zwischen Long-Vega- und Short-Vega-Positionen bewusst wählen.
Welche Rolle spielt die Yeezy-Geschichte noch für die Volatilität?
Der Yeezy-Bruch Ende 2022 war der Auslöser einer mehrjährigen Turnaround-Story und einer Phase erhöhter Volatilität. Der Abverkauf der verbliebenen Lagerbestände, der Fokus auf die Kernmarke und die Margenerholung waren wiederkehrende Kurstreiber. Auch wenn die akute Yeezy-Phase weitgehend abgeschlossen ist, bleibt die grundsätzliche Sensitivität von Adidas gegenüber einzelnen Produktlinien, Kooperationen und Markenwahrnehmung bestehen. Für Optionshändler zählt weniger die konkrete Yeezy-Historie als die generelle Erkenntnis, dass markenprägende Ereignisse bei Adidas ereignisgetriebene IV-Spitzen erzeugen können.
Ist Adidas volatiler als andere DAX-Konsumwerte?
Adidas liegt mit einer IV von typischerweise 22-38% im mittelhohen Bereich — spürbar volatiler als defensive Werte, aber weniger extrem als Hochvolatilitäts-Banken oder Tech-Wachstumswerte. Der Grund ist die Abhängigkeit von Modezyklen, Markenwahrnehmung und der globalen Konsumstimmung, insbesondere in China und Nordamerika. Verglichen mit einem reinen Online-Händler wie Zalando teilt Adidas die Konsum-Sensitivität, hat aber ein stärkeres Markengeschäft und globale Produktionsketten, die eigene Risiken (Währung, Lieferkette, Zölle) mitbringen.
Welche Optionsstrategie passt zum Turnaround-Thema bei Adidas?
Wer an die Fortsetzung des Turnarounds glaubt, kann mit einem Bull Call Spread risikodefiniert auf steigende Kurse setzen — idealerweise vor einem erwarteten positiven Katalysator aufgebaut. Wer die Aktie günstiger einsammeln will, nutzt Cash-Secured Puts in Schwächephasen. Bestehende Aktionäre, die Gewinne absichern wollen, greifen zum Collar. Für richtungsoffene Wetten auf große Bewegungen rund um Berichte kommt ein Straddle infrage, allerdings mit Blick auf die teure IV vor dem Ereignis. Die Wahl hängt von der eigenen These und Risikobereitschaft ab.
Sind Optionen auf Adidas für Anfänger geeignet?
Mit definierten Risikostrukturen ja, mit Einschränkungen. Covered Calls auf eine bestehende Position und Cash-Secured Puts (mit echter Übernahmebereitschaft) sind vergleichsweise verständlich. Der mittlere Aktienkurs macht die Kontraktgröße überschaubar, aber nicht winzig. Ungeeignet für Einsteiger sind nackte Optionen und das Halten von Long-Vega-Positionen über Berichte, weil die ereignisgetriebenen Bewegungen und der IV-Crush schwer einzuschätzen sind. Grundsatz: klein anfangen, den Berichtskalender beachten, die Mechanik verstehen. Dieser Inhalt dient nur zur Information und stellt keine Anlageberatung dar.
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