Covered CallGME · USRisiko: Niedrig

Covered Call auf GameStop Corp.

Vollständiges Beispiel: Covered Call auf GameStop (GME) — mit Strikes, Prämie, Break-even und interaktivem Payoff-Diagramm.

Markterwartung
Neutral bis leicht bullisch
Komplexität
Anfänger
Sektor
Consumer
Typischer Kurs
$25,00
Für Einsteiger erklärt

Covered Call einfach erklärt

Niveau
Anfänger
Risiko
Niedrig
Am besten bei
Neutral bis leicht bullisch
Ziel
Einkommen
Wofür ist diese Strategie?
Zusätzliches Einkommen aus Aktien, die du bereits besitzt.
Wann sollte ich sie einsetzen?
Wenn du eine Aktie hältst und einen seitwärts bis leicht steigenden Kurs erwartest.
Wie verdiene ich damit?
Du verkaufst eine Call-Option auf deine Aktien und kassierst sofort die Prämie.
Was ist das Hauptrisiko?
Steigt die Aktie stark, musst du sie zum Strike abgeben und verpasst den Gewinn darüber.
Für wen ist sie ungeeignet?
Wenn du deine Aktien auf keinen Fall abgeben willst oder eine große Rally erwartest.

Bildungsinhalt, keine Anlageberatung. Optionen bergen Risiken bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Basiswert

GameStop Corp. für Optionshändler

GameStop Corp. ist ein US-Einzelhändler für Videospiele, der 2021 zum Ursprungswert der Meme-Stock-Bewegung wurde und seither von der Retail-Community um "WallStreetBets" getrieben wird — nicht von Fundamentaldaten. Die Aktie kann auf einzelne Social-Media-Posts oder Ankündigungen mit zweistelligen Intraday-Sprüngen reagieren, weshalb die IV extrem hoch und instabil ist (typisch 80-180%). Für Optionen bedeutet das: nur klar definierte Risikoprofile wie Debit- oder Credit-Spreads oder — beim niedrigen Kurs — Cash-Secured Puts, niemals nackte Optionen; das Gap-Risiko über Nacht ist erheblich und Prämien sind entsprechend teuer.

Symbol
GME
Markt
US
IV-Spanne
80180%
Währung
USD
Options-Hinweis: US-Börsen (CBOE/NYSE), amerikanischer Typ, wöchentliche Verfallsdaten und 0DTE; Kontraktgröße 100 Aktien — der niedrige Kurs macht das Kapital pro Kontrakt klein (relevant für Einsteiger), aber die extreme IV verteuert die Prämien überproportional.
Überblick

Covered Call — Kurzübersicht

Beim Covered Call verkaufen Sie eine Call-Option auf Aktien, die Sie bereits besitzen. Sie erhalten dafür eine Prämie, die Ihr Depot sofort gutgeschrieben wird – unabhängig davon, wie sich der Kurs entwickelt. Im Gegenzug verpflichten Sie sich, die Aktien zum Strike-Preis abzugeben, falls die Option ins Geld läuft. Diese Strategie eignet sich ideal für Anleger, die in einem flachen bis leicht steigenden Markt regelmäßige Erträge aus bestehenden Positionen erzielen möchten.

Vorteile

  • Sofortiger Cashflow durch die Prämieneinnahme
  • Reduziert effektiv den Einstandskurs der Aktie
  • Maximalverlust klar begrenzt (Aktie kann nur auf null fallen)
  • Einfach umzusetzen — ideal für Optionseinsteiger

Nachteile

  • Begrenzt den Gewinn: Kurspotenzial über dem Strike ist gekappt
  • Kein vollständiger Schutz bei starkem Kursrückgang
  • Dividendenansprüche bleiben erhalten, aber Assignment-Risiko vor Ex-Tag
  • Eurex-Optionen auf DAX-Werte oft weniger liquid als US-Optionen
Beispiel-Trade

Covered Call auf GameStop

Illustratives Beispiel basierend auf einem typischen GameStop-Kurs von $25,00. Strikes und Prämien sind Richtwerte — aktuelle Marktpreise weichen ab.

PositionTypStrikeAktionPrämie
100 Aktien (gehalten)Aktienposition$25,00Long (Einstiegskurs)
Short Call (verkauft)Call$26,00Verkaufen (Kredit)+$0,38
Netto-Kredit erhalten+$0,38 ($38 pro Kontrakt)
Maximalgewinn
$138
pro Kontrakt
Maximalverlust
-$2.462
pro Kontrakt
Break-even
$24,62
Payoff

Payoff-Diagramm bei Verfall

Gewinn und Verlust des Covered Calls auf GameStop in Abhängigkeit vom Kurs bei Verfall. Werte pro Kontrakt (100 Aktien).

Eignung

Warum Covered Call für GameStop?

Extrem hohe IV erzeugt aussergewöhnliche Covered-Call-Prämien — manchmal 5-10% des Aktienkurses pro Monat. Gleichzeitig kann die Aktie um 20-30% in kurzer Zeit korrigieren, sodass der Covered Call nur begrenzten Schutz bietet. Für extremvolatile Werte empfehlen sich sehr konservative OTM-Strikes (10-15% über Kurs) und kurze Laufzeiten von 7-14 Tagen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

  • 1IV Rank über 30% — höhere IV bedeutet höhere Prämien
  • 2Neutrale bis leicht bullische Marktmeinung für die Aktie
  • 3Aktienposition bereits im Depot vorhanden
  • 4Bereitschaft, die Aktien bei Kursanstieg abzugeben
  • 5Kein bevorstehendes Earnings-Event innerhalb der Laufzeit
Tiefer Einstieg

Warum GameStop für Optionshändler interessant ist

GameStop Corp. ist ein markengetriebener Konsumwert mit sehr hoher impliziter Volatilität (IV typischerweise 80–180%). Die Optionen werden an US-Börsen gehandelt (amerikanischer Typ, wöchentliche Verfälle, teils 0DTE, Kontraktgröße 100 Aktien). Für Optionshändler bedeutet das: die Prämien sind außergewöhnlich hoch, die erwarteten Bewegungen aber bereits aggressiv eingepreist. Damit eignet sich GameStop besonders für ausschließlich definierte-Risiko-Strategien und Volatilitäts-Setups wie Long Straddles. Ein Kontrakt entspricht 100 Aktien – bei einem typischen Kurs um $25 bindet ein einzelner Kontrakt also rund $2,500 Kapital, was bei der Positionsgröße berücksichtigt werden sollte.

Strategie-Notizen

Covered Call auf GameStop: Praktische Hinweise

Covered Call auf GameStop bringen dank der sehr hoher IV überdurchschnittliche Prämien – wähle aber konservativere Strikes (7–12% OTM), da GameStop auch stark steigen kann.

Hintergrund

Historischer Kontext

Konsumwerte folgen Markenstärke, Saisonalität und Konsumklima. Die Kursbewegungen sind meist geordneter als bei Tech-Werten, mit Volatilitätsspitzen zur Berichtssaison. Bei GameStop liegt die implizite Volatilität erfahrungsgemäß in einer Bandbreite von etwa 80–180%; am unteren Ende dieser Spanne sind Optionen günstig, am oberen entsprechend teuer. Da die Optionen amerikanischen Typs sind, ist rund um Dividenden ein frühes Assignment von Short Calls möglich. Wer GameStop-Optionen handelt, sollte den Zeitpunkt von Quartalsberichten kennen und Positionen bewusst um diese Termine herum planen.

FAQ

Häufige Fragen: Covered Call auf GameStop

Welche Optionsstrategie passt am besten zu GameStop?
Bei der sehr hoher impliziten Volatilität von GameStop (IV ~80–180%) eignen sich vor allem definierte-Risiko-Spreads und – für Volatilität – Long Straddles; Iron Condors nur mit weiten Strikes. Die passende Strategie hängt aber immer von deiner Markterwartung und Risikobereitschaft ab – nutze die Filter oben, um Strategien nach Ziel und Risiko zu vergleichen.
Sind GameStop-Optionen für Anfänger geeignet?
GameStop ist wegen der sehr hoher Volatilität eher fortgeschritten. Einsteiger sollten mit definiertem Risiko (Spreads) statt mit ungedeckten Optionen beginnen. Wichtig: Optionshandel birgt Risiken – dies ist Bildungsinhalt, keine Anlageberatung.
Wie hoch ist die implizite Volatilität bei GameStop?
Die implizite Volatilität von GameStop liegt typischerweise zwischen 80% und 180% – ein sehr hoher Niveau. Im unteren Bereich sind Optionen günstig (gut für Käufer), im oberen teuer (gut für Stillhalter/Prämienverkäufer). Vor Quartalszahlen steigt die IV meist an und fällt danach wieder.
CFD oder Optionen für GameStop – was ist besser?
CFDs sind einfacher und für kurzfristige, gerichtete Spekulation gedacht, bergen aber ein lineares Verlustrisiko und laufende Finanzierungskosten. Optionen bieten definiertes Risiko, Einkommens- und Absicherungsstrategien und profitieren vom Zeitwertverfall – sind dafür komplexer. Für GameStop mit sehr hoher IV sind Optionsstrategien besonders vielseitig. Vergleiche passende Broker über den Button auf dieser Seite.
Wo werden GameStop-Optionen gehandelt?
GameStop-Optionen werden an US-Börsen gehandelt. Die Optionen werden an US-Börsen gehandelt (amerikanischer Typ, wöchentliche Verfälle, teils 0DTE, Kontraktgröße 100 Aktien). Achte auf ausreichende Liquidität (enge Bid-Ask-Spreads) und wähle möglichst monatliche Standard-Verfälle für den besten Handel.
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