Covered CallSPY · USRisiko: Niedrig

Covered Call auf SPDR S&P 500 ETF

Vollständiges Beispiel: Covered Call auf S&P 500 ETF (SPY) — mit Strikes, Prämie, Break-even und interaktivem Payoff-Diagramm.

Markterwartung
Neutral bis leicht bullisch
Komplexität
Anfänger
Sektor
ETF
Typischer Kurs
$575
Basiswert

SPDR S&P 500 ETF für Optionshändler

Der SPDR S&P 500 ETF (SPY) ist der liquideste ETF der Welt und der bevorzugte Basiswert für marktbreite Optionsstrategien. SPY-Optionen haben die engsten Bid-Ask-Spreads und höchsten Open-Interest-Levels aller verfügbaren Optionen. Mit einer typischen IV von 12-22% bieten SPY-Optionen zuverlässige, wenn auch moderate Prämien. Täglich und wöchentlich verfügbare Verfallsdaten ermöglichen sehr präzises Positions-Timing.

Symbol
SPY
Markt
US
IV-Spanne
1222%
Währung
USD
Options-Hinweis: Weltbeste Optionsliquidität; tägliche und wöchentliche Verfallsdaten (0DTE bis LEAPS); Strikes in $1-Schritten.
Überblick

Covered Call — Kurzübersicht

Beim Covered Call verkaufen Sie eine Call-Option auf Aktien, die Sie bereits besitzen. Sie erhalten dafür eine Prämie, die Ihr Depot sofort gutgeschrieben wird – unabhängig davon, wie sich der Kurs entwickelt. Im Gegenzug verpflichten Sie sich, die Aktien zum Strike-Preis abzugeben, falls die Option ins Geld läuft. Diese Strategie eignet sich ideal für Anleger, die in einem flachen bis leicht steigenden Markt regelmäßige Erträge aus bestehenden Positionen erzielen möchten.

Vorteile

  • Sofortiger Cashflow durch die Prämieneinnahme
  • Reduziert effektiv den Einstandskurs der Aktie
  • Maximalverlust klar begrenzt (Aktie kann nur auf null fallen)
  • Einfach umzusetzen — ideal für Optionseinsteiger

Nachteile

  • Begrenzt den Gewinn: Kurspotenzial über dem Strike ist gekappt
  • Kein vollständiger Schutz bei starkem Kursrückgang
  • Dividendenansprüche bleiben erhalten, aber Assignment-Risiko vor Ex-Tag
  • Eurex-Optionen auf DAX-Werte oft weniger liquid als US-Optionen
Beispiel-Trade

Covered Call auf S&P 500 ETF

Illustratives Beispiel basierend auf einem typischen S&P 500 ETF-Kurs von $575. Strikes und Prämien sind Richtwerte — aktuelle Marktpreise weichen ab.

PositionTypStrikeAktionPrämie
100 Aktien (gehalten)Aktienposition$575Long (Einstiegskurs)
Short Call (verkauft)Call$600Verkaufen (Kredit)+$8,63
Netto-Kredit erhalten+$8,63 ($863 pro Kontrakt)
Maximalgewinn
$3.363
pro Kontrakt
Maximalverlust
-$56.637
pro Kontrakt
Break-even
$566
Payoff

Payoff-Diagramm bei Verfall

Gewinn und Verlust des Covered Calls auf S&P 500 ETF in Abhängigkeit vom Kurs bei Verfall. Werte pro Kontrakt (100 Aktien).

Eignung

Warum Covered Call für S&P 500 ETF?

Die niedrige bis moderate IV dieser Aktie erzeugt verlässliche, wenn auch konservative Covered-Call-Prämien von 0.8-1.5% monatlich. Als Einkommensstrategie auf einer defensiven Aktie empfehlen sich 5% OTM Strikes mit 30-45 Tagen Restlaufzeit. Rollen Sie den Call wenn er 50% seines Wertes verloren hat.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

  • 1IV Rank über 30% — höhere IV bedeutet höhere Prämien
  • 2Neutrale bis leicht bullische Marktmeinung für die Aktie
  • 3Aktienposition bereits im Depot vorhanden
  • 4Bereitschaft, die Aktien bei Kursanstieg abzugeben
  • 5Kein bevorstehendes Earnings-Event innerhalb der Laufzeit
FAQ

Häufige Fragen: Covered Call auf S&P 500 ETF

Wie wähle ich den richtigen Strike für einen Covered Call?
Der Strike sollte 3-8% über dem aktuellen Kurs liegen (Out-of-the-Money), damit Sie noch Kursgewinne mitnehmen können. Ein populärer Ansatz ist die 30-Delta-Regel: Wählen Sie den Strike, bei dem das Delta der Option bei ca. 0.25-0.35 liegt. Höhere Strikes bringen weniger Prämie, aber erlauben mehr Kurspotenzial. Niedrigere Strikes liefern mehr Prämie, erhöhen aber das Risiko der Zuteilung.
Wann sollte ich einen Covered Call rollen?
Rollen ist sinnvoll, wenn die Option in Richtung Geld läuft und noch 7-14 Tage bis zum Verfallstag hat. Sie kaufen den alten Call zurück und verkaufen einen neuen mit späterem Verfallstag und ggf. höherem Strike. Typische Rollregel: Bei einem Verlust der verkauften Option von 150-200% der ursprünglichen Prämie rollieren. Nie rollen, um Verluste zu verschleiern — wenn die Aktie fundamental sich verschlechtert hat, schließen Sie die Position.
Was passiert, wenn meine Aktie über den Strike steigt und ich zugeteilt werde?
Bei amerikanischen Optionen (US-Aktien) werden Sie in der Regel erst am Verfallstag zugeteilt. Ihre 100 Aktien werden zum Strike-Preis verkauft, und Sie behalten die volle Prämie. Ihr Gesamtgewinn ist (Strike − Einstiegskurs + Prämie) × 100. Bei europäischen Optionen (z.B. auf SAP an der Eurex) erfolgt die Abrechnung ausschließlich am Verfallstag — kein frühzeitiges Assignment möglich.
Funktionieren Covered Calls auch auf DAX-Aktien?
Ja, Covered Calls auf deutsche Aktien wie SAP, Allianz oder Siemens sind an der Eurex handelbar. Die Liquidität ist bei den großen DAX-Werten gut, aber meist geringer als bei US-Aktien. Die Bid-Ask-Spreads sind breiter, was die effektive Prämie etwas reduziert. Eurex-Optionen auf Einzelaktien sind grundsätzlich europäischen Typs mit physischer Lieferung — prüfen Sie immer die Kontraktspezifikationen Ihres Brokers.
Wie viel Prämie kann ich mit Covered Calls realistisch erwarten?
Bei stabilen Aktien mit niedrigerer IV (15-25%) erwarten Sie typischerweise 0.5-1.5% des Aktienwertes pro Monat. Bei volatileren Aktien (IV 30-50%) können es 2-4% sein. Auf Jahresbasis entspricht das 6-18% zusätzliche Rendite. Diese Prämien sind nicht garantiert und variieren stark mit der Marktvolatilität. In ruhigen Märkten (VIX < 15) fallen die Prämien signifikant geringer aus.
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