Covered Call auf Commerzbank AG
Vollständiges Beispiel: Covered Call auf Commerzbank (CBK.DE) — mit Strikes, Prämie, Break-even und interaktivem Payoff-Diagramm.
Covered Call einfach erklärt
Bildungsinhalt, keine Anlageberatung. Optionen bergen Risiken bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Commerzbank AG für Optionshändler
Commerzbank AG ist nach der Deutschen Bank die zweitgrößte deutsche Geschäftsbank und 2023 in den DAX zurückgekehrt. Die Aktie reagiert stark auf Zinsentscheide, Kreditrisiken und zuletzt auf Übernahmespekulationen rund um den Einstieg der italienischen UniCredit, was die IV auf 28-42% hebt. Der niedrige Aktienkurs um €15 macht Optionen kapitaleffizient und erzeugt attraktive Prämien für Cash-Secured Puts sowie ereignisgetriebene Strategien mit definiertem Risiko.
Covered Call — Kurzübersicht
Beim Covered Call verkaufen Sie eine Call-Option auf Aktien, die Sie bereits besitzen. Sie erhalten dafür eine Prämie, die Ihr Depot sofort gutgeschrieben wird – unabhängig davon, wie sich der Kurs entwickelt. Im Gegenzug verpflichten Sie sich, die Aktien zum Strike-Preis abzugeben, falls die Option ins Geld läuft. Diese Strategie eignet sich ideal für Anleger, die in einem flachen bis leicht steigenden Markt regelmäßige Erträge aus bestehenden Positionen erzielen möchten.
Vorteile
- Sofortiger Cashflow durch die Prämieneinnahme
- Reduziert effektiv den Einstandskurs der Aktie
- Maximalverlust klar begrenzt (Aktie kann nur auf null fallen)
- Einfach umzusetzen — ideal für Optionseinsteiger
Nachteile
- Begrenzt den Gewinn: Kurspotenzial über dem Strike ist gekappt
- Kein vollständiger Schutz bei starkem Kursrückgang
- Dividendenansprüche bleiben erhalten, aber Assignment-Risiko vor Ex-Tag
- Eurex-Optionen auf DAX-Werte oft weniger liquid als US-Optionen
Covered Call auf Commerzbank
Illustratives Beispiel basierend auf einem typischen Commerzbank-Kurs von €15,00. Strikes und Prämien sind Richtwerte — aktuelle Marktpreise weichen ab.
| Position | Typ | Strike | Aktion | Prämie |
|---|---|---|---|---|
| 100 Aktien (gehalten) | Aktienposition | €15,00 | Long (Einstiegskurs) | — |
| Short Call (verkauft) | Call | €16,00 | Verkaufen (Kredit) | +€0,22 |
| Netto-Kredit erhalten | +€0,22 (€22 pro Kontrakt) | |||
Payoff-Diagramm bei Verfall
Gewinn und Verlust des Covered Calls auf Commerzbank in Abhängigkeit vom Kurs bei Verfall. Werte pro Kontrakt (100 Aktien).
Warum Covered Call für Commerzbank?
Die mittlere Volatilität schafft attraktive Covered-Call-Prämien von 1.5-2.5% monatlich — gut genug für eine jährliche Zusatzrendite von 18-30% auf die Position. Besonders nach starken Kursanstiegen, wenn die IV leicht erhöht ist, sind die Prämien besonders attraktiv. Achten Sie auf bevorstehende Quartalsergebnisse: Verkaufen Sie keine Calls kurz vor Earnings.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
- 1IV Rank über 30% — höhere IV bedeutet höhere Prämien
- 2Neutrale bis leicht bullische Marktmeinung für die Aktie
- 3Aktienposition bereits im Depot vorhanden
- 4Bereitschaft, die Aktien bei Kursanstieg abzugeben
- 5Kein bevorstehendes Earnings-Event innerhalb der Laufzeit
Warum Commerzbank für Optionshändler interessant ist
Commerzbank AG ist ein zinssensitiver Finanzwert und Mitglied des DAX mit mittlerer impliziter Volatilität (IV typischerweise 28–42%). Die Optionen werden an der Eurex gehandelt (europäischer Typ, Abrechnung nur bei Verfall, Kontraktgröße 100 Aktien). Für Optionshändler bedeutet das: die Prämien sind attraktiv, ohne dass die Gap-Risiken extrem werden. Damit eignet sich Commerzbank besonders für ein breites Spektrum – von Einkommen (Covered Call, Cash-Secured Put) bis zu gerichteten Spreads. Ein Kontrakt entspricht 100 Aktien – bei einem typischen Kurs um €15 bindet ein einzelner Kontrakt also rund €1,500 Kapital, was bei der Positionsgröße berücksichtigt werden sollte.
Covered Call auf Commerzbank: Praktische Hinweise
Covered Call auf Commerzbank eignen sich gut für einen planbaren Prämien-Strom auf einer eher ruhigen Position; Strikes 3–5% über Kurs mit 30–45 Tagen Laufzeit sind ein guter Startpunkt.
Historischer Kontext
Finanzwerte bewegen sich mit Zinsentscheidungen, Kreditzyklen und Regulierung. Sie zahlen häufig Dividenden, was bei US-Optionen ein frühes Assignment-Risiko für Short Calls erzeugen kann. Bei Commerzbank liegt die implizite Volatilität erfahrungsgemäß in einer Bandbreite von etwa 28–42%; am unteren Ende dieser Spanne sind Optionen günstig, am oberen entsprechend teuer. Als europäischer Optionstyp entfällt das Risiko eines vorzeitigen Assignments – eine Ausübung ist nur bei Verfall möglich. Wer Commerzbank-Optionen handelt, sollte den Zeitpunkt von Quartalsberichten kennen und Positionen bewusst um diese Termine herum planen.
Häufige Fragen: Covered Call auf Commerzbank
Welche Optionsstrategie passt am besten zu Commerzbank?
Sind Commerzbank-Optionen für Anfänger geeignet?
Wie hoch ist die implizite Volatilität bei Commerzbank?
CFD oder Optionen für Commerzbank – was ist besser?
Wo werden Commerzbank-Optionen gehandelt?
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