Warum fallen Anleihen-Kurse wenn die Zinsen steigen
Stell dir vor du hast eine alte Anleihe gekauft, die dir 2% pro Jahr bringt. Das war ein gutes Geschäft — solange. Aber jetzt hebt die EZB oder Fed die Zinsen an, und plötzlich gibt es neue Anleihen mit 4%. Deine 2%-Anleihe ist plötzlich ein schlechtes Geschäft. Wer würde dich kaufen? Nur wenn du den Preis senkst.
Das konkrete Beispiel
Du hattest 10.000€ in einer 2%-Anleihe. Die Zinsen steigen auf 4%. Um deine Anleihe noch attraktiv zu machen, musst du den Preis von 10.000€ auf etwa 8.500€ senken — sonst kauft sie dir kein Schwein weg. Das sind etwa 15% Verlust auf dem Papier. Und das passiert sofort, nicht in einem Jahr.
Warum Profis das wichtig finden
Wer Geld in Anleihen parkt, weil er denkt "das ist sicher", vergisst: Anleihen sind auch nur Papier. Wenn die Zinsen sich ändern, ändert sich der Wert. Das ist genau das Risiko, das viele Anfänger übersehen — und dann verlieren sie Geld, obwohl die Anleihe "sicher" sein sollte.
Der Trick zum Verstehen
Denk so: eine Anleihe mit 2% Zinsen ist wie eine alte Smartphone-Version. Wenn es plötzlich eine bessere mit 4% gibt, sinkt der Restwert der alten. Du kannst sie nur loswerden wenn du den Preis senkst. Genau das pasiert am Anleihen-Markt, und das beeinflusst nicht nur Profi-Investor sondern auch deine Spareinlagen wenn die Bank darin investiert.
Die Erinnerung
Zinsen und Kurse bewegen sich immer gegenläufig. Das ist nicht Magie, das ist Mathe. Und deshalb passen Profis so auf: wer jetzt billig Anleihen mit 4% kauft, könnte in zwei Jahren ein echtes Vermögen haben wenn die Zinsen wieder fallen.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.
