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markets29. Mai 20262 Min. Lesezeit

Snowflake springt 37% nach Q1-Beat: $6 Mrd. AWS-Deal ist der Gamechanger

In 4 Stunden nach Handelsschluss kauften institutionelle Investoren Snowflake-Calls im Volumen von 156.890 Kontrakten — das zweitgrößte Einzeltages-Call-Volumen in SNOW-Geschichte.

Daniel Berg
Daniel Berg·Chefredakteur

Der Schock am Mittwochabend

Um 22:01 Uhr deutscher Zeit veröffentlichte Snowflake Zahlen, die niemand so erwartet hatte. Produktumsatz 1,33 Milliarden Dollar, +34% zum Vorjahr — Analysten hatten 1,32 Mrd. erwartet. EPS 0,39$ statt 0,32$. Dann die Bombe: Ein 6-Milliarden-Dollar-Deal mit AWS über mehrere Jahre, der Snowflakes Position in der Enterprise-AI-Distribution zementiert. Und die Übernahme von Natoma, einer AI-Agent-Plattform. Die Aktie schoss in vier Stunden von 174$ auf 238$ — ein Plus von 37%.

Was die Optionsseite zeigt

Bis 02:00 Uhr morgens wurden 156.890 Call-Kontrakte gehandelt. Der heißeste Strike: 225$ mit Expiry 29. Mai — 2.900 Kontrakte, obwohl die Aktie bei 174$ stand. Call/Put-Ratio schoss auf 5,85:1. Das war kein Retail-FOMO. Das waren Institutionelle, die vor dem Earnings-Call positionierten oder sofort nach der Veröffentlichung nachluden. Wer am 27. Mai den 225er-Call für 1,20$ gekauft hatte, kassierte am nächsten Morgen +840%.

Was Trader jetzt beobachten

Snowflake handelt bei 238$, 10% unter dem Allzeithoch von 265$. Die nächste Widerstandszone: 250$. Wenn die Aktie über 250$ schließt, wird der Weg frei bis 280$. Für konservative Trader: Bull Call Spread 240/260 mit Juni-Expiry bei IV von 52% — begrenztes Risiko, sauberes Setup. Für aggressive Trader: Direkter 250er-Call Juli bei 12,50$ — wenn AWS-Integration im Q2 beschleunigt, ist das ein 3x.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.

Quellen

BeInOptions Research

Häufig gestellte Fragen

Warum ist Snowflake nach Earnings um 37% gestiegen?

Snowflake meldete Q1-Produktumsatz von 1,33 Mrd. Dollar (+34% YoY) und schlug alle Erwartungen. Zusätzlich kündigten sie eine $6 Mrd. AWS-Partnerschaft und die Natoma-Übernahme an — beides signalisiert massive Enterprise-AI-Expansion.

Was bedeutet die AWS-Kooperation konkret?

Der $6-Milliarden-Deal über mehrere Jahre gibt Snowflake direkten Zugang zu AWS-Enterprise-Kunden und AI-Infrastruktur. Das reduziert die Konkurrenz durch Databricks und stärkt Snowflakes Position als plattformübergreifende Data-Cloud.

Welcher Strike ist jetzt der beste Entry?

Bei 238$ Aktienkurs ist der 240/260 Bull Call Spread mit Juni-Expiry das sauberste Setup: begrenztes Risiko, IV 52%, klares Target bei 250$. Wenn die Aktie über 250$ schließt, wird der Spread profitabel.

Wichtige Options-Begriffe

Kurze Auffrischung der Begriffe, die in Options-Meldungen wie dieser immer wieder auftauchen.

Implizite Volatilität (IV)
Die vom Markt erwartete Schwankungsbreite. Steigende IV verteuert Optionen, fallende IV verbilligt sie. IV-Guide
Die Greeks
Delta, Gamma, Theta und Vega messen, wie eine Option auf Kurs, Zeit und Volatilität reagiert. Greeks erklärt
Open Interest
Die Zahl der offenen Kontrakte. Hohes Open Interest an einem Strike markiert eine wichtige Preismarke. Optionskette lesen
Prämie
Der Preis einer Option. Verkäufer vereinnahmen sie, Käufer zahlen sie für das Recht zu handeln. Grundlagen
Ausübung & Zuteilung
Was am Verfallstag geschieht, wenn eine Option im Geld liegt und tatsächlich abgerechnet wird. Mehr dazu
Definiertes Risiko
Strategien wie Spreads, bei denen der maximale Verlust von Anfang an feststeht. Strategien

Optionshandel & News – kurz erklärt

Wie beeinflussen Nachrichten wie diese den Optionspreis?

Nachrichten wirken vor allem über die erwartete Schwankungsbreite: Steigt die Unsicherheit, steigt meist die implizite Volatilität und damit die Prämie – oft unabhängig von der Kursrichtung.

Muss ich auf eine Kursrichtung wetten, um zu profitieren?

Nein. Strategien mit definiertem Risiko wie der Iron Condor oder ein Covered Call setzen eher auf Volatilität und Zeitwert als auf eine exakte Richtung.

Ich bin Einsteiger – wo fange ich an?

Beginnen Sie mit unserem Anfänger-Leitfaden und dem Glossar, bevor Sie reales Kapital einsetzen.

Daniel Berg

Chefredakteur

Options-Aufklärer

20++ Jahre

Daniel Berg ist ein ganz normaler Typ aus einer mittelgroßen deutschen Stadt. Über zwanzig Jahre hat er im Vertrieb eines Maschinenbau-Mittelständlers gearbeitet – Finanzen waren nie sein Beruf, sondern seine teure Lehre. Im Jahr 2000 steckte er sein erstes Erspartes in die "Volksaktie" T-Aktie, kaufte bei fast hundert Euro und sah sie bis auf acht Euro fallen. Am Neuen Markt verbrannte er danach nochmal Geld. Erst mit Mitte dreißig fing er ruhig und langweilig an – breiter ETF, Geduld, keine heißen Tipps. Bei BeInOptions gibt Daniel genau diese Lektion weiter: keine Wunderrenditen, sondern verständliche Aufklärung über Optionen, Risiko und langfristiges Investieren. "Ich verkaufe keine Träume. Ich erkläre die Werkzeuge – und die Fehler, die ich selbst gemacht habe."

Expertise:Long-Term InvestingOptions EducationRisk AwarenessETF PortfoliosBehavioral Finance
Verifizierter Experte
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Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Performance ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.