Der Schock am Mittwochabend
Um 22:01 Uhr deutscher Zeit veröffentlichte Snowflake Zahlen, die niemand so erwartet hatte. Produktumsatz 1,33 Milliarden Dollar, +34% zum Vorjahr — Analysten hatten 1,32 Mrd. erwartet. EPS 0,39$ statt 0,32$. Dann die Bombe: Ein 6-Milliarden-Dollar-Deal mit AWS über mehrere Jahre, der Snowflakes Position in der Enterprise-AI-Distribution zementiert. Und die Übernahme von Natoma, einer AI-Agent-Plattform. Die Aktie schoss in vier Stunden von 174$ auf 238$ — ein Plus von 37%.
Was die Optionsseite zeigt
Bis 02:00 Uhr morgens wurden 156.890 Call-Kontrakte gehandelt. Der heißeste Strike: 225$ mit Expiry 29. Mai — 2.900 Kontrakte, obwohl die Aktie bei 174$ stand. Call/Put-Ratio schoss auf 5,85:1. Das war kein Retail-FOMO. Das waren Institutionelle, die vor dem Earnings-Call positionierten oder sofort nach der Veröffentlichung nachluden. Wer am 27. Mai den 225er-Call für 1,20$ gekauft hatte, kassierte am nächsten Morgen +840%.
Was Trader jetzt beobachten
Snowflake handelt bei 238$, 10% unter dem Allzeithoch von 265$. Die nächste Widerstandszone: 250$. Wenn die Aktie über 250$ schließt, wird der Weg frei bis 280$. Für konservative Trader: Bull Call Spread 240/260 mit Juni-Expiry bei IV von 52% — begrenztes Risiko, sauberes Setup. Für aggressive Trader: Direkter 250er-Call Juli bei 12,50$ — wenn AWS-Integration im Q2 beschleunigt, ist das ein 3x.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.
