Der Montag in Zahlen
Am Montag, 18. Mai 2026, zeigte der Markt ein gemischtes Bild nach dem jüngsten Rekordhoch. Der S&P 500 schloss bei 7.408,50 Punkten — ein Rückgang von 1,24% oder 92,74 Punkten gegenüber dem Freitag. Der Index hatte am Donnerstag noch ein neues Allzeithoch bei 7.501,24 markiert, bevor die Korrektur am Freitag einsetzte.
Der DAX bewegte sich seitwärts mit leichten Gewinnen, während asiatische Märkte gemischt schlossen. Die Treasury-Renditen stiegen deutlich an, was den Aktienmärkten Druck machte. Öl-Futures (WTI) kletterten weiter und belasteten die Inflationserwartungen.
Die Gewinner des Tages
ServiceNow (NOW) führte die Gewinnerliste an mit einem Plus von +6,55%. Die Aktie legte nach wochenlanger Schwäche wieder zu und verzeichnete ein Handelsvolumen von 26,14 Millionen Aktien. Options-Trader setzten auf Calls mit kurzen Laufzeiten — die erwartete Bewegung für die am 15. Mai auslaufenden Optionen lag bei ±2,82 Dollar (3,24%).
Auch Thomson Reuters (TRI) glänzte mit +5,58%, während die Magnificent Seven gemischt performten. Tesla fiel unter Druck und verbuchte den größten Rückgang in dieser Gruppe.
Die Verlierer: Rackspace im freien Fall
Auf der Verliererseite dominierte Rackspace Technology (RXT), das um 14% bis 18% abstürzte. Die Aktie fiel von 5,82 Dollar (Freitag) auf etwa 5,01 Dollar am Montag — eine Fortsetzung des -20,16% Crashs vom Freitag. Vom Intraday-Peak bei 7,29 Dollar am 15. Mai bedeutet das einen kombinierten Verlust von 31% in nur zwei Handelstagen.
Der Grund: Eine Short Squeeze und AI-Euphorie um eine AMD-Partnerschaft trieben die Aktie von unter 2 Dollar auf über 7 Dollar — ohne fundamentale Basis. Die FY2026 EPS-Guidance liegt zwischen -0,15 und -0,20 Dollar, das Eigenkapital ist mit -1,2 Milliarden Dollar negativ. Was als Momentum-Trade begann, endete in einer klassischen Kapitulation.
Was Optionshändler jetzt beobachten
Die SPY-Puts mit Expiry am 18. Mai waren hochaktiv, besonders der 736.000-Strike. Das Volumen deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren trotz neuer Höchststände absichern. Der VIX blieb unter 12 — ungewöhnlich niedrig für ein Marktumfeld, das von steigenden Renditen und geopolitischen Unsicherheiten geprägt ist.
Call-Trader bei ServiceNow setzten auf den 225-Strike für Mai, während bei Rackspace die Put-Seite explodierte. Wer rechtzeitig Puts gekauft hatte, konnte dreistellige Renditen einfahren.
Der Markt bleibt angespannt zwischen Rekord-Euphorie und Korrektur-Risiko — eine klassische Situation für Optionshändler mit Absicherungsstrategien.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.
