Zurück zu News
markets11. Juni 20263 Min. Lesezeit

Oracle: Hedgefonds kaufen massiv — 45 Millionen Dollar in 24 Stunden

In den letzten 24 Stunden hat Prudential Oracle-Aktien im Wert von 45 Millionen Dollar gekauft — und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Daniel Berg
Daniel Berg·Chefredakteur

Während du heute Morgen deinen Kaffee getrunken hast, haben die grossen Spieler ihre Schachfiguren bewegt. Oracle — die Datenbank-Firma aus den USA, die Cloud-Infrastruktur für Amazon, Microsoft und andere Tech-Riesen baut — steht im Fokus von Hedgefonds und institutionellen Investoren.

Die Story dahinter

Prudential, einer der grössten Vermögensverwalter der Welt, hat in den letzten 24 Stunden Oracle-Aktien im Wert von rund 45 Millionen Dollar gekauft. Das ist nicht das erste Mal: Insgesamt halten Hedgefonds und institutionelle Investoren jetzt 42,44% aller Oracle-Aktien. Zum Vergleich: Bei den meisten Aktien liegt dieser Anteil bei 20-30%. Wenn Profis so viel Geld in eine Firma stecken, dann haben sie einen Grund.

Oracle selbst hat im letzten Quartal Umsätze von 17 Milliarden Dollar gemacht — 21,7% mehr als im Vorjahr. Die Gewinnmarge liegt bei 32,3%, fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt im S&P 500. Die Aktie steht aktuell bei rund 205 Dollar (Stand 10. Juni 2026).

Aber es gibt noch etwas anderes: In den letzten Wochen waren mehrere Insider — also Führungskräfte und Direktoren bei Oracle — aktiv. Sie haben Aktien gekauft und verkauft. Das ist normal, aber das Timing ist interessant: Es passiert oft kurz vor wichtigen Ankündigungen oder Quartalsberichten.

Was das für dich bedeutet

Wenn Hedgefonds fast die Hälfte einer Firma besitzen, dann glauben sie an deren Zukunft. Oracle ist kein Schnellschuss — die Firma existiert seit 1977 und ist einer der grössten Anbieter von Cloud-Infrastruktur weltweit. Wer hier einsteigt, setzt nicht auf schnelle Gewinne, sondern auf langfristiges Wachstum.

Für normale Anleger bedeutet das: Oracle könnte in den kommenden Monaten weiter steigen, besonders wenn die nächsten Quartalszahlen gut ausfallen. Aber Vorsicht: Die Aktie ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 39 teuer — der S&P 500 liegt bei 23,8. Du zahlst also einen Aufpreis für die Erwartung, dass Oracle weiter wächst.

Wie Profis darauf reagieren

Hedgefonds kaufen Oracle nicht blind. Sie analysieren die Zahlen: Umsatzwachstum von 21,7%, Gewinnmarge von 32,3%, und die Tatsache, dass Oracle in einem Markt spielt, der nicht verschwindet — Cloud-Computing. Grosse Firmen wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud sind Kunden oder Konkurrenten. Oracle liefert die Basis-Infrastruktur.

Prudential hat Oracle-Aktien im Wert von 45 Millionen Dollar gekauft. Das ist nicht das gesamte Geld, das gerade in Oracle fliesst — es ist nur das, was öffentlich gemeldet wurde. Die echte Zahl könnte höher sein.

First Steps für Anfänger

Wenn du zum ersten Mal von Oracle hörst, dann solltest du wissen: Das ist keine kleine Startup-Firma. Oracle ist eine der grössten Tech-Firmen der Welt, mit einer Marktkapitalisierung von über 500 Milliarden Dollar. Die Aktie ist relativ stabil, aber teuer.

Bevor du kaufst, solltest du dir drei Fragen stellen:

  1. Verstehst du, was Oracle macht? (Datenbanken, Cloud, Software für Unternehmen)
  2. Kannst du dir leisten, das Geld für 5-10 Jahre nicht anzurühren?
  3. Hast du die letzten Quartalsberichte gelesen?

Wenn die Antwort auf alle drei Fragen "Ja" ist, dann könnte Oracle interessant sein. Wenn nicht, dann warte ab und lerne mehr.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.

Quellen

BeInOptions Research

Häufig gestellte Fragen

Warum kaufen Hedgefonds Oracle-Aktien?

Hedgefonds sehen Oracle als langfristiges Investment. Die Firma wächst mit 21,7% Umsatzwachstum, hat eine Gewinnmarge von 32,3%, und spielt in einem stabilen Markt (Cloud-Computing). Prudential allein hat in 24 Stunden 45 Millionen Dollar investiert.

Wie viel von Oracle gehört Hedgefonds?

42,44% aller Oracle-Aktien werden von Hedgefonds und institutionellen Investoren gehalten. Das ist deutlich mehr als bei den meisten anderen Aktien (normalerweise 20-30%).

Ist Oracle teuer?

Ja. Oracle hat ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 39, verglichen mit 23,8 im S&P 500. Du zahlst einen Aufpreis, weil der Markt erwartet, dass Oracle weiter stark wächst.

Was macht Oracle?

Oracle baut Datenbanken und Cloud-Infrastruktur für grosse Unternehmen. Kunden sind u.a. Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud. Die Firma ist seit 1977 am Markt.

Sollte ich jetzt Oracle kaufen?

Das hängt von deinen Zielen ab. Wenn du langfristig investieren willst (5-10 Jahre) und an Cloud-Computing glaubst, könnte Oracle interessant sein. Aber die Aktie ist teuer — lies zuerst die Quartalsberichte.

Wichtige Options-Begriffe

Kurze Auffrischung der Begriffe, die in Options-Meldungen wie dieser immer wieder auftauchen.

Implizite Volatilität (IV)
Die vom Markt erwartete Schwankungsbreite. Steigende IV verteuert Optionen, fallende IV verbilligt sie. IV-Guide
Die Greeks
Delta, Gamma, Theta und Vega messen, wie eine Option auf Kurs, Zeit und Volatilität reagiert. Greeks erklärt
Open Interest
Die Zahl der offenen Kontrakte. Hohes Open Interest an einem Strike markiert eine wichtige Preismarke. Optionskette lesen
Prämie
Der Preis einer Option. Verkäufer vereinnahmen sie, Käufer zahlen sie für das Recht zu handeln. Grundlagen
Ausübung & Zuteilung
Was am Verfallstag geschieht, wenn eine Option im Geld liegt und tatsächlich abgerechnet wird. Mehr dazu
Definiertes Risiko
Strategien wie Spreads, bei denen der maximale Verlust von Anfang an feststeht. Strategien

Optionshandel & News – kurz erklärt

Wie beeinflussen Nachrichten wie diese den Optionspreis?

Nachrichten wirken vor allem über die erwartete Schwankungsbreite: Steigt die Unsicherheit, steigt meist die implizite Volatilität und damit die Prämie – oft unabhängig von der Kursrichtung.

Muss ich auf eine Kursrichtung wetten, um zu profitieren?

Nein. Strategien mit definiertem Risiko wie der Iron Condor oder ein Covered Call setzen eher auf Volatilität und Zeitwert als auf eine exakte Richtung.

Ich bin Einsteiger – wo fange ich an?

Beginnen Sie mit unserem Anfänger-Leitfaden und dem Glossar, bevor Sie reales Kapital einsetzen.

Daniel Berg

Chefredakteur

Options-Aufklärer

20++ Jahre

Daniel Berg ist ein ganz normaler Typ aus einer mittelgroßen deutschen Stadt. Über zwanzig Jahre hat er im Vertrieb eines Maschinenbau-Mittelständlers gearbeitet – Finanzen waren nie sein Beruf, sondern seine teure Lehre. Im Jahr 2000 steckte er sein erstes Erspartes in die "Volksaktie" T-Aktie, kaufte bei fast hundert Euro und sah sie bis auf acht Euro fallen. Am Neuen Markt verbrannte er danach nochmal Geld. Erst mit Mitte dreißig fing er ruhig und langweilig an – breiter ETF, Geduld, keine heißen Tipps. Bei BeInOptions gibt Daniel genau diese Lektion weiter: keine Wunderrenditen, sondern verständliche Aufklärung über Optionen, Risiko und langfristiges Investieren. "Ich verkaufe keine Träume. Ich erkläre die Werkzeuge – und die Fehler, die ich selbst gemacht habe."

Expertise:Long-Term InvestingOptions EducationRisk AwarenessETF PortfoliosBehavioral Finance
Verifizierter Experte
Profil ansehen

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Performance ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.