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markets20. Mai 20262 Min. Lesezeit

DAX auf 24.737: Europa glänzt, während US-Tech schwächelt

In nur einem Handelstag kletterte der DAX um 337 Punkte – der stärkste Einzeltag seit drei Wochen. Call-Optionen mit Strike 24.500 explodierten um +120%, während Nasdaq-Puts wertlos verfielen.

Thomas Bergmann
Thomas Bergmann·Senior Market Analyst

Um 17:30 Uhr deutscher Zeit machte die Frankfurter Börse Feierabend – und hinterließ ein breites Grinsen bei DAX-Bullen. Der deutsche Leitindex schloss mit 24.737 Punkten, ein Plus von 337 Punkten oder 1,4%. Während die US-Märkte gemischt tendierten und Tech-Werte unter Druck gerieten, zeigten europäische Blue Chips Stärke.

Europa glänzt, USA schwächelt

Der Dow Jones schloss nahezu unverändert bei 49.348 Punkten. Der S&P 500 und die Nasdaq rutschten leicht ins Minus, belastet durch Gewinnmitnahmen in Mega-Cap-Tech. Alphabet hielt sich mit 385 Euro stabil, während andere FAANG-Werte nachgaben. Die Rotation aus US-Tech in europäische Value-Titel war über den ganzen Tag hinweg spürbar.

DAX-Aktien profitierten von positiven Konjunktursignalen aus Deutschland und entspannten Zinserwartungen. Die implizite Volatilität (IV) bei DAX-Optionen fiel von 18,2% auf 16,8% – ein Zeichen dafür, dass Händler weniger Abwärtsrisiko einpreisen.

Die Optionsseite

Call-Käufer mit Strike 24.500 und Expiry Ende Mai feierten: Die Kontrakte kletterten von 42 auf 92 Cent – ein Plus von 120% in einem Tag. Wer gestern Morgen für 1.000 Euro Calls kaufte, saß am Abend auf 2.200 Euro. Das Open Interest bei den 24.500er-Calls verdoppelte sich auf 18.400 Kontrakte, ein klares Signal für bullishes Positioning.

Auf der anderen Seite verfielen Nasdaq-Puts mit Strike 18.200 nahezu wertlos. Theta-Seller, die gestern Iron Condors auf den S&P 500 verkauften, kassierten das volle Premium – ein klassischer Sideways-Tag für Stillhalter.

Was Trader jetzt beobachten

Der Fokus richtet sich jetzt auf die EZB-Sitzung am Donnerstag. Die Märkte preisen eine 68%ige Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung ein. Sollte die EZB liefern, könnten DAX-Calls mit Strike 25.000 interessant werden – aktuell bei IV 19,4% und Delta 0,32.

US-Earnings von NVIDIA und Tesla stehen nächste Woche an. Wer auf Volatilität setzt, sollte die Weekly-Straddles im Auge behalten: Der 385er-Straddle bei Alphabet kostet derzeit 12,80 Euro und impliziert eine Bewegung von ±3,3%.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.

Quellen

BeInOptions Research

Häufig gestellte Fragen

Warum stieg der DAX heute um 1,4%?

Der DAX profitierte von positiven deutschen Konjunktursignalen und entspannten Zinserwartungen. Während US-Tech schwächelte, floss Kapital in europäische Blue Chips. Die implizite Volatilität fiel von 18,2% auf 16,8%.

Welche Optionen haben heute am meisten gewonnen?

DAX-Calls mit Strike 24.500 und Expiry Ende Mai kletterten um 120% – von 42 auf 92 Cent. Das Open Interest verdoppelte sich auf 18.400 Kontrakte, ein bullishes Signal.

Was ist mit US-Tech-Aktien passiert?

Nasdaq und S&P 500 rutschten leicht ins Minus. Alphabet hielt sich bei 385 Euro stabil, während andere FAANG-Werte nachgaben. Nasdaq-Puts mit Strike 18.200 verfielen nahezu wertlos.

Welche Strikes sind jetzt interessant?

DAX-Calls mit Strike 25.000 könnten bei einer EZB-Zinssenkung am Donnerstag interessant werden (IV 19,4%, Delta 0,32). Bei Alphabet ist der 385er-Straddle für 12,80 Euro verfügbar und impliziert ±3,3% Bewegung.

Thomas Bergmann

Autor

Thomas Bergmann

Senior Market Analyst

Derivatives Specialist

8++ JahreCAIA-aligned knowledge

Thomas Bergmann ist ein erfahrener Marktanalyst mit einem ausgeprägten Gespür für Markttrends und Derivatestrukturen. Nach seinem BWL-Studium mit Schwerpunkt Finance an der Universität Mannheim sammelte er wertvolle Erfahrungen bei renommierten Brokern und Finanzdienstleistern. Seine Expertise umfasst die technische Analyse, Options Greeks und die Entwicklung von Handelsstrategien für verschiedene Marktbedingungen. Thomas nutzt fortschrittliche KI-gestützte Tools zur Marktanalyse und Mustererkennung. Bei BeInOptions ist er verantwortlich für Marktkommentare, Strategieanalysen und Bildungsinhalte. Seine Artikel zeichnen sich durch ihre Praxisnähe und Verständlichkeit aus. "Ich glaube an transparente Finanzbildung. Jeder sollte die Werkzeuge verstehen, die er nutzt – sei es eine einfache Call-Option oder eine komplexe Spread-Strategie."

Expertise:Technical AnalysisOptions GreeksMarket CommentaryTrading StrategiesDerivatives
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