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markets25. Mai 20262 Min. Lesezeit

D-Wave Quantum: +33% in 24 Stunden – Quantencomputing-Rally

In 24 Stunden kauften institutionelle Trader D-Wave-Calls im Verhältnis 5:1 zu Puts – das höchste Call-Volumen im Quantencomputing-Sektor seit 18 Monaten.

Daniel Berg
Daniel Berg·Chefredakteur

Um 9:30 Uhr deutscher Zeit am 22. Mai 2026 öffnete D-Wave Quantum bei $21,76. Um 15:30 Uhr stand die Aktie bei $25,74 – ein Tagesgewinn von 33,4%. Kein Tweet von Musk. Kein Earnings-Call. Nur institutionelles Kapital, das sich positioniert.

Was passiert ist

D-Wave Quantum (QBTS) ist spezialisiert auf Quantum-Annealing-Systeme – eine Form von Quantencomputing für Optimierungsprobleme. Im Gegensatz zu Gate-basierten Quantencomputern (IBM, Google) fokussiert sich D-Wave auf kommerzielle Anwendungen: Logistik, Finanzen, Pharma.

Am 22. Mai 2026 explodierten die Call-Optionen. Zwischen 14:30 und 16:00 Uhr wurden 295.220 Kontrakte gehandelt – das Dreifache des 20-Tage-Durchschnitts. Das Call/Put-Verhältnis: 5:1. Implied Volatility (IV) sprang von 92% auf 108,3%, ein 6-Monats-Hoch.

Der $24-Strike mit Expiry 6. Juni sammelte 47.800 Kontrakte bei Open Interest von nur 9.200 – ein Vol/OI-Verhältnis von 519%. Das ist kein Hedging. Das ist Positionierung.

Die Optionsseite

D-Wave hat seit Januar 2026 eine wilde Reise hinter sich: Von $5,77 im Februar auf $46,75 im März (52-Wochen-Hoch), dann Crash zurück auf $12,75 im April. Jetzt bei $25,74. Das macht QBTS zu einer Volatilitätsmaschine.

Die institutionelle Aktivität zeigt klare Muster:

  • May 22 Weekly Calls ($24-Strike): 47.800 Kontrakte, Premium $2,10 → bei Aktie $25,74 bereits $1,74 im Geld
  • June 6 Calls ($26-Strike): 28.400 Kontrakte, Breakeven $28,20 → impliziert weitere +9,5% Erwartung
  • Puts ($20-Strike): nur 5.900 Kontrakte – fast niemand sichert ab

Die IV von 108% ist extrem. Zum Vergleich: NVIDIA liegt bei 45%, Tesla bei 52%. Aber QBTS ist kein Mega-Cap. Es ist ein $4,2-Milliarden-Unternehmen mit 70% Jahres-Volatility. Für Optionstrader ist das Paradies – oder Hölle.

Was Trader jetzt beobachten

Der nächste Widerstand liegt bei $28 – dort trafen sich im März die ersten Gewinnmitnahmen. Darüber ist $32 das Niveau, an dem institutionelle Verkäufer im April aktiv wurden.

Quantencomputing ist 2026 kein Hype mehr, sondern Infrastruktur. IBM, Google, Microsoft bauen Gate-basierte Systeme. D-Wave dominiert Annealing. Beide Technologien ergänzen sich. D-Waves Kunden: Volkswagen (Verkehrsoptimierung), Lockheed Martin (Materialforschung), Los Alamos National Lab (Simulation).

Aber: D-Wave macht keinen Gewinn. Q1 2026 Revenue: $8,9 Millionen, Nettoverlust $42 Millionen. Das ist eine Story-Aktie. Die Call-Käufer wetten nicht auf Quartalszahlen, sondern auf einen kommerziellen Durchbruch in den nächsten 6–12 Monaten.

Die nächsten Earnings: 14. August 2026. Bis dahin werden die June- und July-Optionen ablaufen. Wer jetzt Calls kauft, spielt auf News – nicht auf Fundamentals.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.

Quellen

BeInOptions Research

Häufig gestellte Fragen

Warum ist D-Wave Quantum heute um 33% gestiegen?

Keine spezifische News, aber institutionelles Call-Buying mit Volumen 295.220 Kontrakte und Call/Put-Ratio 5:1. Die IV sprang auf 108%, ein 6-Monats-Hoch. Trader positionieren sich für einen kommerziellen Durchbruch im Quantencomputing-Sektor.

Was ist der Unterschied zwischen D-Wave und IBM/Google Quantum?

D-Wave nutzt Quantum-Annealing für Optimierungsprobleme (Logistik, Finanzen). IBM und Google bauen Gate-basierte Systeme für allgemeine Berechnungen. Beide Technologien ergänzen sich, aber D-Wave ist kommerziell fokussierter.

Ist die IV von 108% zu hoch für Optionen?

108% IV ist extrem – NVIDIA liegt bei 45%, Tesla bei 52%. Aber QBTS hat 70% Jahres-Volatility und bewegte sich 2026 zwischen $5,77 und $46,75. Für diese Aktie ist hohe IV normal. Risiko: Theta Decay frisst schnell Premium.

Welcher Strike ist jetzt interessant?

Der $24-Strike (6. Juni Expiry) hat das höchste Volumen mit 47.800 Kontrakten. Breakeven $26,10. Der $26-Strike kostet weniger Premium, braucht aber weitere +9,5% bis $28,20. Beide Strikes implizieren Fortsetzung der Rally.

Wichtige Options-Begriffe

Kurze Auffrischung der Begriffe, die in Options-Meldungen wie dieser immer wieder auftauchen.

Implizite Volatilität (IV)
Die vom Markt erwartete Schwankungsbreite. Steigende IV verteuert Optionen, fallende IV verbilligt sie. IV-Guide
Die Greeks
Delta, Gamma, Theta und Vega messen, wie eine Option auf Kurs, Zeit und Volatilität reagiert. Greeks erklärt
Open Interest
Die Zahl der offenen Kontrakte. Hohes Open Interest an einem Strike markiert eine wichtige Preismarke. Optionskette lesen
Prämie
Der Preis einer Option. Verkäufer vereinnahmen sie, Käufer zahlen sie für das Recht zu handeln. Grundlagen
Ausübung & Zuteilung
Was am Verfallstag geschieht, wenn eine Option im Geld liegt und tatsächlich abgerechnet wird. Mehr dazu
Definiertes Risiko
Strategien wie Spreads, bei denen der maximale Verlust von Anfang an feststeht. Strategien

Optionshandel & News – kurz erklärt

Wie beeinflussen Nachrichten wie diese den Optionspreis?

Nachrichten wirken vor allem über die erwartete Schwankungsbreite: Steigt die Unsicherheit, steigt meist die implizite Volatilität und damit die Prämie – oft unabhängig von der Kursrichtung.

Muss ich auf eine Kursrichtung wetten, um zu profitieren?

Nein. Strategien mit definiertem Risiko wie der Iron Condor oder ein Covered Call setzen eher auf Volatilität und Zeitwert als auf eine exakte Richtung.

Ich bin Einsteiger – wo fange ich an?

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Daniel Berg

Chefredakteur

Options-Aufklärer

20++ Jahre

Daniel Berg ist ein ganz normaler Typ aus einer mittelgroßen deutschen Stadt. Über zwanzig Jahre hat er im Vertrieb eines Maschinenbau-Mittelständlers gearbeitet – Finanzen waren nie sein Beruf, sondern seine teure Lehre. Im Jahr 2000 steckte er sein erstes Erspartes in die "Volksaktie" T-Aktie, kaufte bei fast hundert Euro und sah sie bis auf acht Euro fallen. Am Neuen Markt verbrannte er danach nochmal Geld. Erst mit Mitte dreißig fing er ruhig und langweilig an – breiter ETF, Geduld, keine heißen Tipps. Bei BeInOptions gibt Daniel genau diese Lektion weiter: keine Wunderrenditen, sondern verständliche Aufklärung über Optionen, Risiko und langfristiges Investieren. "Ich verkaufe keine Träume. Ich erkläre die Werkzeuge – und die Fehler, die ich selbst gemacht habe."

Expertise:Long-Term InvestingOptions EducationRisk AwarenessETF PortfoliosBehavioral Finance
Verifizierter Experte
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