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markets17. Juli 20263 Min. Lesezeit

ASML verdoppelt Umsatzprognose: 45 Mrd. € dank KI-Chip-Boom

Am 15. Juli hat ASML die Jahresprognose zum zweiten Mal in 6 Monaten angehoben — von 36–40 Mrd. € auf 43–45 Mrd. € Umsatz. Der Grund: AI-Chips sind knapp, und ASML ist das einzige Unternehmen weltweit, das die Maschinen liefert.

Sophie Schneider
Sophie Schneider·Head of Research

Vor zwei Tagen hat ein niederländisches Unternehmen seine Umsatzprognose für 2026 zum zweiten Mal angehoben — und die ganze Tech-Welt hat aufgehorcht. ASML, der einzige Hersteller von EUV-Lithographie-Maschinen (das sind die Hightech-Maschinen, die moderne Chips produzieren), meldet jetzt 43 bis 45 Milliarden Euro Umsatz für dieses Jahr. Vor sechs Monaten lagen die Erwartungen noch bei 36 bis 40 Milliarden.

Die Story dahinter

ASML sitzt an der Quelle des globalen KI-Booms. Jeder fortschrittliche Chip — ob von NVIDIA, AMD, Intel oder Apple — braucht ASML-Maschinen für die Produktion. Das Unternehmen hat ein globales Monopol auf EUV-Technologie: keine andere Firma der Welt kann diese Präzisions-Maschinen bauen. Im zweiten Quartal 2026 hat ASML 9,3 Milliarden Euro Umsatz gemacht (Analysten erwarteten 8,8 Milliarden), einen Gewinn von 2,9 Milliarden Euro (+26% im Vergleich zum Vorjahr), und 91 Lithographie-Systeme verkauft — 15 mehr als im Vorjahr.

CEO Christophe Fouquet sagte in der Earnings-Call: "Die Nachfrage nach fortschrittlichen Chips ist so hoch, dass wir für 2027 fast vollständig ausgebucht sind." Das bedeutet: Chip-Hersteller wie TSMC, Samsung und Intel stehen Schlange, um diese Maschinen zu bekommen.

Was das für dich bedeutet

Wenn du verstehen willst, wo das große Geld im KI-Boom wirklich fließt, schau auf die Maschinen-Bauer, nicht nur auf die Chip-Designer. ASML ist das Fundament unter NVIDIA und allen anderen — ohne ASML gibt es keine modernen Chips, ohne moderne Chips gibt es keine KI-Revolution. Wer vor fünf Jahren 10.000 Euro in ASML gesteckt hat, sitzt heute auf über 60.000 Euro. Die Aktie ist seit Jahresanfang um 60% gestiegen — eine der besten Performances im Nasdaq-100.

Wie Profis darauf reagieren

Hedgefonds und institutionelle Investoren haben ASML in den letzten sechs Monaten massiv aufgestockt. Das Unternehmen hat angekündigt, bis 2028 eigene Aktien im Wert von 12 Milliarden Euro zurückzukaufen, und die Dividende um 17% erhöht. Analysten von Jefferies, Barclays und Deutsche Bank sehen das Kursziel bei über 2.000 Dollar (aktuell rund 1.830 Dollar). Der Grund: ASML profitiert von jedem einzelnen KI-Rechenzentrum, das weltweit gebaut wird — denn diese Rechenzentren brauchen fortschrittliche Chips, und diese Chips brauchen ASML-Maschinen.

First Steps für Anfänger

Wenn du gerade erst anfängst, dich für Aktien zu interessieren: ASML ist ein gutes Beispiel dafür, wie man "Pick-and-Shovel"-Investments erkennt. Während alle über NVIDIA reden (den Chip-Designer), übersehen viele das Unternehmen, das die Maschinen liefert, ohne die NVIDIA seine Chips gar nicht bauen könnte. Solche "Infrastruktur-Investments" sind oft stabiler als die gehypten Namen, weil sie weniger Konkurrenz haben. ASML hat ein Monopol — das ist selten und wertvoll. Wer sich für solche Unternehmen interessiert, sollte sich die Frage stellen: Wer profitiert, egal welcher Chip-Hersteller gewinnt? Die Antwort ist oft der Maschinen-Bauer.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.

Quellen

BeInOptions Research

Häufig gestellte Fragen

Warum hat ASML seine Prognose angehoben?

ASML hat die Jahresprognose zum zweiten Mal auf 43–45 Mrd. € angehoben, weil die Nachfrage nach KI-Chips explodiert. Chip-Hersteller wie TSMC und Samsung brauchen ASML-Maschinen, um diese Chips zu produzieren — und sind für 2027 fast vollständig ausgebucht.

Was macht ASML so besonders?

ASML ist der einzige Hersteller von EUV-Lithographie-Maschinen weltweit. Ohne diese Maschinen können keine modernen Chips (z.B. für NVIDIA, Apple, AMD) produziert werden. Das Unternehmen hat ein globales Monopol auf diese Technologie.

Wie hat sich die Aktie entwickelt?

ASML ist seit Jahresanfang 2026 um 60% gestiegen — eine der besten Performances im Nasdaq-100. Wer vor fünf Jahren 10.000 Euro investiert hat, sitzt heute auf über 60.000 Euro. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial bis 2.000 Dollar.

Warum kaufen Profis ASML?

Institutionelle Investoren kaufen ASML, weil das Unternehmen von jedem KI-Rechenzentrum profitiert, das weltweit gebaut wird — unabhängig davon, welcher Chip-Hersteller gewinnt. Das ist ein "Pick-and-Shovel"-Investment im KI-Boom.

Was ist ein Pick-and-Shovel-Investment?

Ein Pick-and-Shovel-Investment profitiert von einem Trend, ohne direkt daran teilzunehmen. Statt in Gold-Sucher (z.B. NVIDIA) zu investieren, investiert man in den Hersteller der Schaufeln (ASML). Egal wer gewinnt — der Maschinen-Bauer verdient.

Sophie Schneider

Autor

Sophie Schneider

Head of Research

Risk Management Expert

12++ JahreCFA-aligned expertiseRisk Management expertise

Sophie Schneider ist eine anerkannte Expertin für Risikomanagement und Finanzmarktregulierung. Nach ihrem Master in Wirtschaftswissenschaften an der LMU München und Stationen bei der BaFin sowie internationalen Beratungsunternehmen, bringt sie einzigartige Einblicke in regulatorische Anforderungen und Compliance. Als Head of Research bei BeInOptions verantwortet sie die Qualitätssicherung aller Inhalte und stellt sicher, dass unsere Analysen den höchsten Standards entsprechen. Ihr besonderer Fokus liegt auf Risikomanagement, Steueroptimierung und der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. Sophie setzt KI-basierte Analysetools ein, um Marktrisiken zu bewerten und Anleger über potenzielle Fallstricke aufzuklären. Ihre Arbeit hilft Tradern, fundierte Entscheidungen unter Berücksichtigung aller Risikofaktoren zu treffen. "Gutes Trading beginnt mit gutem Risikomanagement. Meine Mission ist es, Anleger zu befähigen, Chancen zu nutzen und gleichzeitig ihre Risiken intelligent zu steuern."

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