Um 7:30 Uhr deutscher Zeit zeigt sich ein Markt, der die Luft anhält. DAX Futures notieren bei 24.141 Punkten, ein Minus von 0,4%, während der S&P 500 bei 7.426 praktisch unverändert steht. Asiatische Märkte schlossen überwiegend schwächer, doch die westlichen Futures zeigen keine Panik.
Die Iran-Prämie bleibt
Öl hält sich stabil bei $102 pro Barrel (WTI) — die Risikoprämie aus der Strait-of-Hormuz-Krise ist noch da, doch die Märkte haben sich daran gewöhnt. Keine neue Eskalation über Nacht bedeutet: keine neuen Moves. Wer gestern auf einen Durchbruch nach oben oder unten gesetzt hat, sitzt heute auf wertlosen 0DTE-Optionen.
Asien gibt den Ton an
Der Nikkei schloss knapp im Minus bei 59.800 (nach dem Rekordhoch von 62.000 vor zwei Wochen), der Hang Seng verlor 0,3%. Keine Katastrophe, aber auch kein Momentum. Für europäische Trader heißt das: Ein Tag, an dem die implizite Volatilität (IV) langsam aus den Optionen abfließt — Theta-Decay arbeitet für die Seller, gegen die Buyer.
Was Trader jetzt beobachten
Heute Nachmittag gibt es keine großen Makro-Events. Die EZB-Entscheidung steht erst Ende Mai an, US-Earnings sind durch, und der VIX liegt weiterhin unter 12 — ein Zeichen für Selbstzufriedenheit. Wer heute aktiv wird, sollte sich auf Range-Trading fokussieren: DAX zwischen 24.050 und 24.300, S&P zwischen 7.400 und 7.450. Call-Spreads und Iron Condors sind die Strategien des Tages.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse.
